Für Österreichs Frauen-Nationalteam beginnt am Freitag die entscheidende Phase auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027. Im Hinspiel der ersten Playoff-Runde trifft die Mannschaft von Teamchef Lars Söndergaard in Prishtina auf den Kosovo.
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Gegen die Nummer 84 der FIFA-Weltrangliste gehen die Österreicherinnen als klare Favoritinnen in die Begegnung. Dennoch will Söndergaard den Gegner keinesfalls unterschätzen. Nach dem Abschlusstraining zeigte sich der Däne mit der Vorbereitung zufrieden.
„Die Vorfreude und Freude zusammenzukommen beim Nationalteam ist spürbar da“, erklärte der Teamchef. Gleichzeitig sei die Konzentration auf die bevorstehende Aufgabe hoch. Seine Forderung für das Hinspiel: „Für morgen wünsche ich mir, dass wir Intensität, aber auch Spielfreude an den Tag legen.“

Hanshaw warnt vor Austria-Teamkollegin Uka
Für zusätzliche Ungewissheit sorgt ein kurzfristiger Trainerwechsel beim Kosovo. Söndergaard rechnet dennoch mit einer spielerisch ambitionierten Mannschaft, die über mehrere individuell starke Akteurinnen verfügt.
„Wir wollen bewusst den Fokus auf unser Spiel legen und versuchen, ihnen keinen Platz zu lassen“, betonte der 66-Jährige.
Besonderes Augenmerk gilt Modesta Uka. Die Offensivspielerin des FK Austria Wien zählt zu den wichtigsten Spielerinnen des Kosovo und trifft mit Verena Hanshaw auf eine Vereinskollegin.
„Das können spannende Duelle werden. Wir kennen sie sehr gut, wissen, dass sie den Ball gerne am Fuß hat“, erklärte Hanshaw. Entscheidend werde sein, mit der nötigen Intensität in die Zweikämpfe zu gehen.
Die erfahrene ÖFB-Verteidigerin unterstrich zudem die Bedeutung einer guten Ausgangsposition für das Rückspiel am Dienstag in Wien. Österreich habe einen klaren Matchplan, müsse aber vor allem die Stärken der Gastgeberinnen konsequent unterbinden.

Rückkehrerinnen machen Hoffnung
Positive Nachrichten gibt es auch aus personeller Sicht. Mit Sarah Zadrazil und Marie Höbinger stehen zwei wichtige Spielerinnen nach längeren Verletzungspausen wieder im Nationalteamkader. Auch Lilli Purtscheller könnte nach ihrer Knieverletzung ihr Comeback feiern.
Die Bremen-Legionärin freut sich auf eine mögliche Rückkehr: „Es ist immer etwas Besonderes, nach so einer langen Zeit wieder im Kreis des Nationalteams zu sein.“ Sie wolle der Mannschaft vor allem mit ihrer Intensität gegen den Ball und zusätzlicher Leichtigkeit helfen.
Auch Louise Schöffel hob den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor. Wenn es gelinge, die positive Energie der vergangenen Trainingstage auf den Platz zu bringen und füreinander zu kämpfen, sei sie zuversichtlich.
Die Zielsetzung ist jedenfalls eindeutig. „Unser Ziel ist klar, das Spiel zu gewinnen. Dafür müssen wir alles auf dem Platz lassen“, stellte Purtscheller klar.
Mit einem Auswärtserfolg wollen sich die Österreicherinnen eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag schaffen und den nächsten Schritt Richtung WM 2027 machen.
