Zum Hauptinhalt springen

Nach Mbappé-Eklat: Real reagiert auf wachsenden Druck aus China

Kylian Mbappe löste mit seinen Äußerungen heftige Kritik aus
Kylian Mbappe löste mit seinen Äußerungen heftige Kritik ausReuters / Violeta Santos Moura

Nach dem Wirbel um einen mutmaßlichen Scherz von Fußball-Superstar Kylian Mbappé über Chinas Staatsgründer Mao Zedong hat sich nun auch Real Madrid offiziell entschuldigt. Der Klub wolle sich "beim chinesischen Volk für die Verstimmung entschuldigen, die durch die jüngsten Äußerungen unseres Spielers Kylian Mbappé möglicherweise entstanden ist", teilte der spanische Rekordmeister am Mittwoch mit.

Chinas staatliches Medienunternehmen hatte zuvor verkündet, vorerst keine Spiele der spanischen Liga mehr zu übertragen. "Unser Verein hegt tiefen Respekt vor China, seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen Menschen - ebenso wie vor den Millionen chinesischen Fans, die Real Madrid Zuneigung und Bewunderung entgegenbringen", schrieb Real daraufhin.

Mbappé löst mit Meme-Kommentar heftige Reaktionen aus

Auslöser war ein im Internet verbreitetes Video. In diesem sagt Mbappé, das lustigste Meme, das er je gesehen habe, sei eines, bei dem sein Gesicht per Photoshop auf das Gesicht eines "chinesischen Diktators" montiert worden sei. Später entschuldigte sich der 27-Jährige, seine Äußerung sei "unüberlegt" gewesen.

In China wurde die Entschuldigung zumindest zur Kenntnis genommen. Guo Jiakun, ein Sprecher des Außenministeriums, erklärte am Mittwoch bei einer regelmäßigen Pressekonferenz: "Wir nehmen die Entschuldigung, die die betreffende Person ausgesprochen hat, ernst."

Real reagiert – doch China bleibt unzufrieden

Nach Mbappés Äußerung war in China auch Real in die Kritik geraten, weil der Klub zunächst keine öffentliche Entschuldigung abgegeben hatte. Am Mittwoch landete die Frage "Wie lange will das arrogante Real Madrid noch den Kopf in den Sand stecken?" auf Platz fünf der Suchanfragen bei der Suchmaschine Baidu. Real Madrid habe Mbappé für sein Verhalten "weder kritisiert noch verwarnt, geschweige denn disziplinarische Maßnahmen ergriffen", hieß es in einem Leitartikel der staatlichen "Global Times".

Am Mittwoch folgte dann die Reaktion der Königlichen - wohl auch vor dem Hintergrund, dass Mbappé bereits zwei große Sponsoren aus China verloren hat. In China gelten Witze über Mao Zedong, den 1976 verstorbenen Staatsgründer der Volksrepublik, als besonders sensibles Thema.

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen