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Wilder Zwischenfall: Diallo muss nach Eisenstangen-Attacke vor Gericht

Diallo sorgte für gewaltige Schlagzeilen
Diallo sorgte für gewaltige SchlagzeilenJoly Victor/ABACA / Abaca Press / Profimedia

Vor fünf Jahren sorgte die Eisenstangen-Attacke für Riesenwirbel in Frankreich, nun muss sich die frühere Fußball-Nationalspielerin Aminata Diallo wegen mutmaßlicher Beteiligung am Überfall auf ihre Ex-Teamkollegin Kheira Hamraoui vor Gericht verantworten.

Wie laut Nachrichtenagentur AFP aus einer richterlichen Anordnung hervorgeht, wird der 31-Jährigen Beihilfe zu Gewalttaten sowie Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Der Ermittlungsrichter wirft Aminata Diallo vor, den Angriff auf ihre damalige Mitspielerin bei PSG in Auftrag gegeben und die Täter zum Tatort geleitet zu haben. Neben Diallo müssen sich sechs weitere Personen verantworten. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.

Die Anwälte von Kheira Hamraoui begrüßten in einem Statement den Abschluss der Ermittlungen: "Nach fünf langen Jahren der Untersuchung dieses Falls ist es eine große Erleichterung, dass sie zu einem Abschluss gekommen sind und es bald einen Prozess geben wird. Die ganze Wahrheit wird endlich in dieser Gewaltaffäre ans Licht kommen."

Diallos Lager kritisierte dagegen die Ermittlungen scharf. "Es hat weder eine Bestrafung noch Fragen angesichts der Methoden gegeben, die im Rahmen der Untersuchung gegen Aminata Diallo angewandt wurden, die zudem von falschen Aussagen durchsetzt ist", sagte ihr Anwalt.

Klage gegen PSG gescheitert

Hamraoui war im November 2021 nach einem Mannschaftsessen von zwei maskierten Männern überfallen worden, als sie mit Diallo in einem Auto saß. Die Täter schlugen ihr mit Eisenstangen auf die Knie.

Die heute 36-Jährige scheiterte im vergangenen Jahr zudem mit einer Klage gegen PSG auf 3,5 Millionen Euro Schadenersatz. Sie hatte dem Klub vorgeworfen, sie nach dem Angriff nicht ausreichend unterstützt zu haben. Nach ihrem Abschied aus Paris 2023 setzte sie ihre Karriere zunächst in Mexiko und anschließend in Saudi-Arabien fort.

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