Englands Fans staunen seit Wochen über den jungen deutschen Trainer-Senkrechtstarter, der mit Brighton & Hove Albion gerade die Premier League auf den Kopf steckt.
Vorne brandgefährlich, hinten verdammt sicher: Fabian Hürzeler und seine Seagulls verbinden Powerfußball mit hoher Defensivkunst. Erst schockten sie den FC Arsenal (3:0), jüngst legten sie sensationell bei Manchester City (1:0) nach.

Angesichts von Tabellenplatz drei wird auf der Insel schon getuschelt, ob Brighton unter dem früheren Cheftrainer vom FC St. Pauli das Unmögliche schaffen und den Titel gewinnen kann.
Von der Premier League wurde der 33 Jahre junge Hürzeler nun auf die Shortlist für den Trainer des Monats gesetzt – neben großen Namen wie Xabi Alonso, Mikel Arteta oder Unai Emery.
Ist sogar der Titel möglich?
Er habe "das Gefühl", sagte Hürzeler unlängst bei Sky, "dass unsere Reise noch nicht zu Ende ist. Wir befinden uns mitten in einer Entwicklung und können Großes erreichen. Wir wollen eine Saison spielen, an die sich die Fans immer erinnern werden."

Die Times verglich Hürzeler sogar mit Jürgen Klopp. Das kommt nicht von ungefähr. Nicht bloß Brightons intensive Spielweise erinnert an die Glanzzeiten des FC Liverpool unter dem heutigen Bundestrainer – auch die Emotionalität an der Seitenlinie erinnert an den legendären Reds-Coach.
In den über zwei Jahren unter Hürzeler ging es mit Brighton stetig nach oben. In der vergangenen Saison führte er den Klub in die Conference League, nun könnte es für das Team um Ex-Nationalspieler Pascal Groß und Ex-HSV-Verteidiger Luka Vuskovic noch weit höher hinaus gehen.

Gerüchte um ManUtd
Solch ein "Niveau des Coachings habe ich so noch nie zuvor gesehen", schwärmte Englands Fußball-Legende Paul Scholes in dieser Woche nach einem Trainingsbesuch.
Die englische Presse handelt Hürzeler schon als Kandidat bei Manchester United, die Red Devils stecken mal wieder tief in der Krise. Doch Hürzeler besitzt in Brighton noch einen Vertrag bis 2029.
Match-Center: Brighton vs. Brentford
