Formel 1: Esteban Ocon hadert mit "unglücklichem" Saisonauftakt bei Haas

Esteban Ocon am Donnerstag in Miami.
Esteban Ocon am Donnerstag in Miami.STEPHANIE TACY/NURPHOTO VIA AFP

Der französische Formel-1-Pilot Esteban Ocon blickt auf einen frustrierenden Saisonstart zurück. Am Donnerstag beklagte der Haas-Fahrer das fehlende Rennglück in den ersten drei Läufen und hofft nun, das Blatt am kommenden Wochenende in Miami wenden zu können.

"Das ist wahrscheinlich der unglücklichste Saisonstart, den ich je erlebt habe", erklärte der Mann aus der Normandie gegenüber den Medien. "Besonders bitter ist es, wenn man wie in Suzuka ein starkes Rennen zeigt und dann ausgerechnet im ungünstigsten Moment das Safety Car auf die Strecke geschickt wird."

Trotz der ausbleibenden Ergebnisse zieht Ocon auch Positives aus den ersten Wochen: "Man wird für den Aufwand aktuell nicht belohnt, aber die interne Zusammenarbeit und unsere Fortschritte stimmen mich optimistisch. Das Team funktioniert gut."

Obwohl er sich in Japan immerhin noch den zehnten Platz und damit einen Punkt sichern konnte, wurde seine Leistung durch das unglückliche Timing des Safety Cars (unmittelbar nach seinem Boxenstopp) massiv entwertet. Ein ähnliches Schicksal ereilte ihn bereits beim vorangegangenen Grand Prix in China, den er auf Rang 14 beendete.

Teamduell und Regelanpassungen

Mit seinem mageren Punktekonto steht Ocon deutlich im Schatten seines jungen Teamkollegen Oliver Bearman. Der Brite avancierte mit den Plätzen 7 in Australien und 5 in China zur großen Überraschung der Saison und hält bei 17 Punkten. Bearmans Lauf wurde jedoch in Suzuka durch einen schweren Unfall gestoppt, der nun weitreichende Konsequenzen für die gesamte Formel 1 hat.

In Japan war der Youngster bei hoher Geschwindigkeit nur knapp einer Kollision mit Franco Colapinto (Alpine) entgangen, der deutlich langsamer unterwegs war, um seine Batterien aufzuladen. Bearman verlor die Kontrolle und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein.

Als Reaktion darauf treten ab diesem Wochenende in Miami Regeländerungen in Kraft: das technische Reglement wurde angepasst, um gefährliche Differenzen zwischen langsamen und schnellen Autos zu minimieren. Außerdem sollen die Fahrer beim Energiemanagement entlastet werden, um insbesondere im Qualifying konsequenter attackieren zu können.

An den grundlegenden Kräfteverhältnissen dürfte dies jedoch wenig ändern. Die Dominanz von Mercedes, die bisher alle drei Saisonrennen für sich entscheiden konnten, gilt weiterhin als ungebrochen.