Schon als Lionel Messi vor dem Anpfiff auf den Videoleinwänden im Nu Stadium von Miami zu sehen war, brandete schier grenzenloser Jubel auf. Es
dauerte noch bis zur 53. Minute, ehe das Publikum endgültig aus dem Häuschen geriet: Nur 13 Tage nach dem verlorenen WM-Finale ging Messi zunächst nur als Einwechselspieler für Inter Miami wieder seiner Arbeit in der Major League Soccer nach.
Erfolgreich aber waren seine Bemühungen beim enttäuschenden 2:2 (2:1) gegen Columbus Crew nicht.
La Pulga als Chancentod
Messi hätte gleich wieder zum Helden werden können, vergab aber zunächst eine Chance zum 3:1 und in der Nachspielzeit zwei große Gelegenheiten zum Sieg.
Miamis Trainer Guillermo Hoyos stellte daher mit betretener Miene fest: "Wir wollten drei Punkte. Uns ist das Spiel in den letzten Minuten entglitten." Nach Treffern von Messis Kumpel Luis Suárez (16.) und Noah Allen (45.+5) sowie einem Eigentor von Casemiro (34.) erzielte Brais Mendez (84.) den Ausgleich.
Hoyos war trotz des enttäuschenden Unentschiedens nach sechs Siegen in Folge voll des Lobes über Messi und dessen Nationalmannschaftskollegen Rodrigo De Paul.
"Manchmal sieht ein Unentschieden nicht gut aus", sagte er, "aber ich möchte Leo und Rodri dafür danken, dass sie diese Anstrengungen unternommen haben und so kurz nach der Weltmeisterschaft schon wieder auf dem Platz standen. Das war sehr wichtig."
