Der SKN St. Pölten hat in der achten Runde der ADMIRAL Frauen Bundesliga die Tabellenführung übernommen. Die Niederösterreicherinnen erledigten mit einem 4:0 gegen Blau-Weiß Linz ihre eigene Aufgabe souverän und bekamen anschließend Schützenhilfe von Meister Austria Wien. Die Veilchen gewannen das Topspiel bei Sturm Graz mit 2:0 und verdrängten die Steirerinnen damit von Platz eins.
Auch Altach setzte seinen starken Lauf fort. Die Vorarlbergerinnen feierten im Südburgenland ihren vierten Sieg aus den vergangenen fünf Ligaspielen. Salzburg gewann knapp bei Rapid, während der LASK ein turbulentes Duell auf der Hohen Warte für sich entschied.
Wölfinnen marschieren mit Vierer-Pack zur Tabellenführung
St. Pölten musste sich gegen die Linzerinnen zunächst gedulden. Erst in der 33. Minute brach Magdalena Rukavina den Bann und brachte die Wölfinnen mit 1:0 in Führung.
Zum Match-Center: SKN St. Pölten vs. FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen
Nach dem Seitenwechsel sorgten die Gastgeberinnen schnell für klare Verhältnisse. Lisa Ebert erhöhte in der 50. Minute, nur sechs Minuten später stellte Amelie Woelki auf 3:0. Den Schlusspunkt setzte Alma Aagaard in der Nachspielzeit (90.+2).
Mit dem 4:0 gelang St. Pölten nicht nur die Generalprobe für das Europa-Cup-Rückspiel am Mittwoch in Malmö, sondern auch der Sprung an die Tabellenspitze.

Goldtor in Hütteldorf
Der RB Salzburg hat seinen Aufwärtstrend auch in Hütteldorf fortgesetzt. Nach einer torlosen ersten Hälfte erzielte Valentina Akrap in der 57. Minute das entscheidende Tor zum 1:0-Auswärtssieg.
Zum Match-Center: SK Rapid Wien vs. RB Salzburg
Für die Salzburgerinnen war es der zweite Ligaerfolg in Serie ohne Gegentor. Mit dem dritten Saisonsieg verbesserte sich Salzburg auf Rang fünf. Rapid fiel dagegen auf Platz acht zurück.
Eigentor-Kuriosum auf der Hohen Warte
Ein kurioses Spiel bekamen die Zuschauer auf der Hohen Warte geboten. Die Vienna ging zunächst durch Jovana Cavic in Führung, die in der 35. Minute eine sehenswerte Kombination zum 1:0 abschloss.
Zum Match-Center: First Vienna FC 1894 vs. LASK
Nach der Pause nahm die Partie allerdings eine ungewöhnliche Wendung. Vienna-Spielerin Lena Mädl lenkte zunächst einen Stangenschuss unglücklich ins eigene Tor (60.). In der 77. Minute passierte ihr nach einem Linzer Freistoß dasselbe Missgeschick noch einmal.
Dayna Tuppinger sorgte in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem 3:1 für die vermeintliche Entscheidung. Helena Milanovic brachte die Vienna zwei Minuten später noch einmal heran, der Ausgleich gelang den Gastgeberinnen aber nicht mehr. Der LASK feierte damit seinen zweiten Saisonsieg und verbesserte sich auf Rang sechs.
Elfmeter-Erlösung in der Schlussphase
Altach bleibt eines der formstärksten Teams der Liga. Beim Schlusslicht SPG Südburgenland/TSVHartberg mussten die Vorarlbergerinnen allerdings lange um die drei Punkte kämpfen.
Zum Match-Center: SPG Südburgenland/TSV Hartberg vs. SCR Altach
Die Entscheidung fiel erst in der 77. Minute. Petra Mikulica verwertete einen Strafstoß und erzielte mit ihrem bereits neunten Saisontreffer das 1:0. Altach ist damit seit fünf Ligapartien ungeschlagen und festigte Rang vier.
Für die Spielgemeinschaft aus dem Südburgenland geht das Warten dagegen weiter. Auch nach acht Runden steht noch kein Saisonsieg zu Buche.

Wenninger-Doppelpack stürzt den Leader
Für den Führungswechsel sorgte schließlich Meister Austria Wien. Die Veilchen setzten sich im Topspiel bei Sturm Graz mit 2:0 durch und bestätigten damit ihre starke Bilanz gegen die Steirerinnen.
Zum Match-Center: SK Sturm Graz vs. Austria Wien
Lange blieb die Partie torlos, ehe ausgerechnet Austria-Kapitänin Carina Wenninger zur entscheidenden Spielerin wurde. In der 76. Minute erzielte die routinierte Verteidigerin die Führung. In der Nachspielzeit machte Wenninger mit ihrem zweiten Treffer endgültig alles klar (90.+2).
Die Austria verkürzte damit ihren Rückstand auf Sturm auf drei Punkte und hat weiterhin eine Partie weniger absolviert. An der Spitze steht nun allerdings St. Pölten: Die Wölfinnen nutzten den Grazer Ausrutscher und gehen als neuer Tabellenführer in die kommende Runde.
