Der neue britische Regierungschef Burnham betonte, dass die WM "kein Produkt" sei. "Sie ist der größte Wettbewerb im Weltsport, und sie war nie jemandes Eigentum. Man kann das Ganze schönreden, wie man will. Sobald man einen Teil davon verkauft hat, hat man sich verkauft", schrieb der Labour-Politiker, Fan des englischen Premier-League-Klubs FC Everton: "Der Fußball gehört den Fans. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben."
Politik und UEFA schließen sich der Kritik an
Der demokratische US-Kongressabgeordnete Jamie Raskin, der Infantino aufgefordert hat, vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses zu den Verbindungen der FIFA zur Trump-Administration zu erscheinen, sagte: "Fußballfans konnten sich die Weltmeisterschaft schon vorher aufgrund der korrupten Preistreiberei der FIFA nicht mehr leisten – mehr Korruption durch Oligarchen bedeutet nur, dass der schöne Sport noch mehr durch Konzerne in Verruf gerät." Die FIFA gehe nun nach der WM "direkte Geschäfte mit der Familie Trump" ein, ergänzte er mit Blick auf die Rolle von Thrive Capital, einer Investmentgesellschaft von Joshua Kushner, Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Zuvor hatte schon die Europäische Fußball-Union (UEFA) Kritik an dem Plan des Weltverbandes geäußert, wonach Anteile an einem noch zu gründenden Unternehmen, das die WM kontrollieren soll, an private Investoren verkauft werden soll. "Damit wird eine Grenze überschritten, die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen", hieß es: "Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Vermögenswerte, mit denen gehandelt werden darf – insbesondere dann nicht, wenn völlig intransparent ist, wer finanziell davon profitiert. Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der FIFA, ihn zu verkaufen."
