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Polzin-Vertrag und Vuskovic-Rückkehr: HSV zwischen Horrorstart und Hoffnungsschimmern

Merlin Polzin ist mit dem HSV denkbar schlecht in die neue Saison geschlittert.
Merlin Polzin ist mit dem HSV denkbar schlecht in die neue Saison geschlittert.ČTK / imago sportfotodienst / dts Nachrichtenagentur

Immer noch null Punkte. Schon wieder eine Klatsche. Tabellenletzter. Und was macht der HSV? Der steht nach dem Horrorstart kurz vor der Vertragsverlängerung mit Trainer Merlin Polzin. Und plant eine Comeback-Party für seinen jahrelang wegen Dopings gesperrten Abwehrstar Mario Vuskovic.

Während sie beim ebenfalls punktlosen Liga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach fieberhaft nach einem Retter fahnden, soll Aufstiegstrainer Polzin in Kürze ein neues Arbeitspapier bis 2029 unterschreiben. "Wir im Team wissen, was wir aneinander haben. Keiner spürt eine Unsicherheit, ganz im Gegenteil. Wir wissen, dass wir gemeinsam in die Zukunft gehen werden", sagte Sportvorständin Kathleen Krüger bei DAZN.

Vom schlechtesten Saisonstart einer Mannschaft in Europas Top-Ligen scheint die Chefetage jedenfalls unbeeindruckt. "Unser Trainerteam hat schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie mit schwierigen Situationen umgehen können", sagte Sportdirektor Claus Costa. Man stehe nicht "für Kurzschluss- oder Alibi-Aktionen".

Dass die sportliche Krise an der Elbe momentan nicht das größte Thema ist, hat auch mit dem Namen Vuskovic zu tun. Wegen des möglichen Fanansturms verlegte der HSV die offizielle Rückkehr des Kroaten ins Mannschaftstraining nach vierjähriger Sperre sogar ins Volksparkstadion. Tausende Zuschauer werden auf der extra geöffneten Nordtribüne erwartet. Euphorie statt Tristesse - verkehrte Welt in Hamburg.

Keine zu hohen Erwartungen an Vuskovic

Einen Abwehrboss wie den in der Vorsaison ausgeliehenen Vuskovic-Bruder Luka können sie beim HSV momentan gut gebrauchen. Beim Debakel in Leipzig kassierten die Hamburger ihre Gegentore Nummer acht bis zwölf - und das im dritten Saisonspiel.

Zum Match-Center: RB Leipzig vs. Hamburger SV

Mario Vuskovic wird zwar keine Soforthilfe sein, doch am 22. November, dann 1474 Tage nach seinem letzten HSV-Einsatz, könnte der 24-Jährige ausgerechnet im Nordderby bei Werder Bremen theoretisch wieder in der Bundesliga auflaufen.

So viel Zeit hat Polzin mit seiner Mannschaft nicht. Schon beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) erwarten die Bosse eine Trendwende. Sportchef Costa ist überzeugt, dass die Trainer "Ansätze finden werden, damit wir gegen Köln vor allem defensiv anders auftreten werden". Das letzte Bundesliga-Spiel ohne Gegentor datiert übrigens von Anfang Februar. Seitdem kassierte der HSV in saisonübergreifend 17 Partien immer mindestens einen Treffer.

Mut macht den HSV-Fans ein Blick in die Vergangenheit. Zum insgesamt dritten Mal steht der Klub nach drei Spieltagen einer Bundesliga-Saison ohne Punkte da - immer hielten die Hanseaten am Saisonende die Klasse. Klar ist auch: An der Stimmung rund um den Volkspark wird es diesmal nicht scheitern.