"Er schaut nicht mehr im Zorn zurück", kommentierte die United-Legende Gary Neville die Szenen bei Sky und spielte damit auf einen Oasis-Hit an: "Don't look back in anger". Nevilles eigener Ärger war damit aber längst nicht verflogen, genauso wie Uniteds Teammanager Michael Carrick forderte der Ex-Profi Antworten zu der Entscheidung des Schiedsrichtergespanns um Michael Oliver.
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Bei der entscheidenden Aktion in der 60. Minute ging es um die Frage nach aktivem und passivem Abseits. City-Neuzugang Enzo Fernandez hatte bei der Hereingabe den Ball zwar nicht berührt, dafür aber Uniteds Innenverteidiger Lisandro Martinez irritiert und dabei eigentlich regelwidrig im Abseits gestanden.
Pro Ref räumt VAR-Fehler im Derby ein
Die Schiedsrichterkommission der Premier League veröffentliche wenige Stunden nach dem hitzigen Derby dann auch ein Statement und erklärte sich. "Wir haben heute Abend Kontakt zu Manchester United aufgenommen, um anzuerkennen, dass es sich unserer Ansicht nach um eine Fehlentscheidung handelt", hieß es darin: "Der Vorfall wird untersucht werden."

Das Ergebnis allerdings steht. "Ich verstehe es einfach nicht, ich verstehe es wirklich nicht, ich kann sie nicht verstehen", sagte Uniteds Teammanager Carrick mit Blick auf die Schiedsrichter, die auf dem Spielfeld und in der Videoanalyse gemeinsam zu diesem Urteil gekommen waren: "Es ist beunruhigend, wenn das die Interpretation des Fußballs ist." Carricks Team allerdings hatte auch selbst einiges für diese Niederlage getan: Auch eine 70-minütige Überzahl nutzte United nicht für einen Treffer.
