Dabei ist Tiger Woods gar nicht der einzige Grund für den ungewöhnlichen Vornamen Christensens. Als dieser 2003 geboren wurde, eilte Woods zwar längst von Titel zu Titel, bereits acht Major-Turniere hatte er seinerzeit gewonnen. Doch da gibt es eben auch noch Dariusz Michalczewski, den mit seinem Vater Alex Christensen, bekannter DJ und Musikproduzent, befreundeten Boxer. "Der wird ja auch 'Tiger' genannt", erklärte Tiger Christensen vor einigen Jahren, "es ist also fifty-fifty."
Seinen Vornamen habe er immer als Motivation gesehen, sagte Christensen einst. Und auch wenn es bis zu den Erfolgen des 15-maligen Major-Siegers Woods noch ein weiter Weg ist, schickt sich Christensen an, in der Golf-Welt nicht nur seines Namens wegen nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen.
Lehren aus der ersten Teilnahme
Ende Juni sicherte er sich beim Qualifikationsturnier in West Lancashire das Ticket für die am Donnerstag beginnende Open Championship im Royal Birkdale Golf Club. Ein gutes Omen für Christensen, bereits vor drei Jahren war ihm am selben Ort der Sprung ins Major-Feld gelungen.
Und diesmal soll es dort noch besser laufen als bei der Premiere, bei der Christensen, der seit Ende 2024 Profi ist, den Cut mit einem Gesamtergebnis von +9 verpasst hatte: "Es wird spannend sein, ein zweites Mal dabei zu sein", sagte er dem Magazin Bunkered, "ich erinnere mich, dass mir damals alles riesig, groß und unglaublich vorkam." Diesmal wolle er "bei der Vorbereitung wahrscheinlich einiges anders machen, was die Trainingsrunden angeht".
Die deutsche Fahne allein hochhalten wird Christensen im Royal Birkdale Golf Club nicht, der 21 Jahre alte Amateur Tim Wiedemeyer qualifizierte durch den Sieg bei der European Amateur Championship ebenfalls kurzfristig für das Major-Event. Im Fokus aus deutscher Sicht wird ab Donnerstag aber Tiger Christensen stehen. Und das nicht nur wegen seines Namens.
