Zum Hauptinhalt springen

Golf: Dominanter Auftritt – Scheffler triumphiert bei St. Jude Championship

Scottie Scheffler hat seine Titel-Durststrecke beendet.
Scottie Scheffler hat seine Titel-Durststrecke beendet.Stacy Revere / Getty Images via AFP

Mit einer souveränen Vorstellung und beeindruckenden acht Schlägen Vorsprung hat die Nummer eins der Welt, Scottie Scheffler, die PGA St. Jude Championship in Tennessee gewonnen. Für den US-Amerikaner ist es der erste PGA-Tour-Titel seit Januar.

Zum Auftakt der FedEx-Cup-Playoffs im TPC Southwind in Memphis ließ Scheffler der Konkurrenz keine Chance. Trotz eines frühen Dämpfers blieb er cool, spielte fünf Birdies und brachte eine starke 66er-Schlussrunde (-4) ins Clubhaus. Mit einem Gesamtergebnis von 263 Schlägen (-17) feierte er einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Den zweiten Platz sicherte sich der Südkoreaner Kim Si-woo (-9) nach einer 68er-Runde (-2).

"Ich war dieses Jahr schon so oft nah dran", zeigte sich Scheffler nach dem Sieg erleichtert. Nach seinem Auftaktsieg im kalifornischen La Quinta hatte der Texaner eine für seine Verhältnisse ungewohnte Durststrecke durchlebt – auch wenn er in dieser Phase mit fünf zweiten Plätzen und vier weiteren Top-4-Ergebnissen herausragend konstant blieb. "Ich habe mir nach jedem Turnier gesagt: 'Eigentlich spiele ich richtig gut. Es sind nur Kleinigkeiten, die gefehlt haben.'"

Rückschlag mit Bravour gekontert

Dass im Golfsport Nuancen entscheiden, bekam Scheffler auch am Finaltag zu spüren, in den er mit zwei Schlägen Vorsprung gestartet war. An Loch 3 sprang sein Schlag aus dem Grünbunker unglücklich auf einen Sprinklerkopf und rollte ins Wasser – Bogey.

Doch der vierfache Major-Champion reagierte wie ein wahrer Champ: An Loch 5 antwortete er mit einem Birdie aus drei Metern, bevor er an den Löchern 6 und 11 Putts aus sechs beziehungsweise elf Metern im Loch versenkte. Ein weiteres Birdie aus knapp sieben Metern an der 13 sowie ein souveräner Abschluss-Putt an der 16 machten den Triumph perfekt, während die Konkurrenz nach und nach abriss.

Schefflers enger Freund Sam Burns, der schlaggleich von Rang zwei in die Schlussgruppe gestartet war, erwischte einen bitteren Tag. Nach einem Doppel-Bogey an der 3 und einem weiteren Schlagverlust an der 5 kam er mit einer 73 (+3) ins Ziel. Am Ende teilte er sich Platz drei (-8) mit dem Schweden Alex Noren.

Der Südkoreaner Im Sung-jae, der ebenfalls auf Platz zwei übernachtet hatte, erwischte mit einer 74 (+4) einen gebrauchten Tag und belegte geteilten Rang fünf. Immerhin reichte das Ergebnis, um in die Top 50 des FedEx-Cup-Rankings vorzurücken und das Ticket für die BMW Championship in der kommenden Woche zu lösen.

"Siege fühlen sich besser an"

Für Scheffler, der am Freitag mit einer überragenden 61er-Runde den Grundstein gelegt hatte, war es bereits der 21. Titel auf der PGA-Tour. Die mehr als sechsmonatige Pause war seine längste titellose Phase seit 2023.

Obwohl er statistisch gesehen eine überragende Saison spielte und lediglich einen einzigen Cut verpasste, machte der Weltranglistenerste deutlich, wie viel ihm dieser Erfolg bedeutet: "Statistiken sind das eine, aber Turniere zu gewinnen ist etwas völlig anderes“, betonte Scheffler, der nach neun Titeln im Jahr 2024 und sechs weiteren 2025 gewohnt erfolgsverwöhnt ist. "Eine Trophäe in den Händen zu halten, fühlt sich einfach viel besser an als jede gute Statistik."