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Golf: McIlroy hinterfragt "Mehrwert" der LIV-Stars – Gerüchte über PGA-Rückkehr

Rory McIlroy hat sich erneut zur Zukunft von LIV Golf geäußert.
Rory McIlroy hat sich erneut zur Zukunft von LIV Golf geäußert.Steve Roberts/Reuters/Imagn Images

Rory McIlroy zweifelt öffentlich daran, ob Bryson DeChambeau und Jon Rahm der LIV-Golf-Serie jemals einen echten Mehrwert gebracht haben. Unterdessen kämpft die umstrittene Konkurrenzliga ums Überleben, während die Spekulationen über eine Rückkehr ihrer Top-Stars zur PGA Tour immer lautstärker werden.

Nachdem die abtrünnige LIV-Serie die finanzielle Unterstützung ihrer saudischen Geldgeber verloren hat, musste das für diese Woche geplante Saisonfinale der Teammeisterschaft abgesagt werden. Um die Existenz der Liga für das kommende Jahr zu sichern, steht nun ein stark abgespeckter Turnierkalender im Raum.

Auf die Frage, ob den namhaftesten LIV-Akteuren eine Rückkehr zur PGA Tour erlaubt werden sollte und ob diese der Tour überhaupt einen Mehrwert böten, reagierte McIlroy gewohnt gewohnt direkt: "Ich würde eher die Gegenfrage stellen: Haben sie für LIV überhaupt jemals einen echten Wert gebracht?", so der Nordire.

McIlroy bleibt bei Kritik an LIV

DeChambeau und Rahm zählten zu den prominentesten und teuersten Aushängeschildern, die dem Ruf des Geldes folgten. Berichten zufolge flossen zwischen 2021 und 2026 mehr als 5 Milliarden US-Dollar aus dem staatlichen Public Investment Fund (PIF) Saudi-Arabiens in das Projekt – bevor der Geldhahn schließlich zugedreht wurde.

McIlroy, vierfacher Major-Sieger und einer der schärfsten Kritiker der Rennserie, hielt der PGA Tour stets die Treue. "Ich habe von Anfang an betont, dass LIV dem Golfsport niemals gutgetan hat", bekräftigte er am Mittwoch am Rande der BMW Championship in Missouri.

Während erste ehemalige LIV-Akteure wie Brooks Koepka kürzlich die Chance ergriffen haben, zur PGA Tour zurückzukehren, prognostiziert McIlroy den übrigen Top-Spielern einen steinigen Weg: "Für die verbliebenen Stars wird die Rückkehr ein sehr, sehr harter Weg."

Deutlich diplomatischer äußerte sich der Weltranglistenerste Scottie Scheffler. Auf die hypothetische Rückkehr der LIV-Konkurrenz angesprochen, meinte er: "Unter den Top-Spielern bei LIV Golf gibt es definitiv einige, die der PGA Tour einen enormen Mehrwert bringen würden."

Optimismus: LIV plant "Version 2.0"

Die Verantwortlichen der LIV-Tour geben sich unterdessen nach außen hin weiterhin optimistisch – obwohl Berichte kursieren, wonach Etliche Spieler und Dienstleister noch auf ausstehende Gelder warten. Die Führung wirbt derzeit für eine "Version 2.0": Geplant sind neue Investoren, eine verkürzte Saison und geringere Preisgelder, im Gegenzug sollen die Profis jedoch direkte Anteile erhalten.

Bei einer Pressekonferenz vor dem LIV-Turnier in Indianapolis skizzierte Geschäftsführer Scott O'Neil die neuen Pläne: Es soll künftig "fünf große Teammeisterschaften auf fünf Kontinenten" geben, ergänzt durch "fünf hochkarätige Events, vor allem in den USA und zeitlich rund um die Majors platziert".

O'Neil bestätigte zudem, dass den Spielern eine Frist zur Zusage für die kommende Saison gesetzt wurde, nannte jedoch keine Details. "Nach meinen bisherigen Gesprächen bin ich sehr zuversichtlich, dass wir genügend der richtigen Profis an Bord haben werden, um die Liga erfolgreich weiterzuführen."

McIlroy begegnet diesen Zukunftsplänen mit großer Skepsis: "Was auch immer dieses ‚LIV 2.0‘ sein soll – falls es überhaupt dazu kommt." Schadenfreude verspüre er angesichts der Krise jedoch nicht: "Ich empfinde keinerlei persönliche Genugtuung, wenn Menschen ihren Job verlieren. Das fühlt sich einfach nicht richtig an."