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Champions-League-Play-off: LASK fordert Celtic im „Paradise“

Die LASK-Kicker haben das große Ziel Champions League vor Augen.
Die LASK-Kicker haben das große Ziel Champions League vor Augen.ČTK / imago sportfotodienst / Daniel Scharinger

Der LASK steht vor zwei der größten Spiele seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Am Mittwoch gastiert der österreichische Meister im Hinspiel des Champions-League-Play-offs bei Celtic Glasgow.

Als letztes österreichisches Team startet der LASK in die diesjährige Europacup-Qualifikation – und das gleich auf der größtmöglichen Bühne. Rund 60.000 Fans werden am Mittwochabend im Celtic Park für eine besondere Atmosphäre sorgen. Für die Mannschaft von Dietmar Kühbauer gilt es, sich davon nicht beeindrucken zu lassen und eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Linz zu schaffen.

Nur zwei Partien trennen den LASK vom erstmaligen Einzug in die Champions League. Bereits vor sieben Jahren standen die Linzer kurz davor, scheiterten im Play-off allerdings mit einem Gesamtscore von 1:3 an Club Brügge. Nun bietet sich gegen den schottischen Rekordmeister und amtierenden Double-Sieger Celtic die nächste Gelegenheit.

 

 

Kühbauer fordert Mut

Der Celtic Park zählt zu den traditionsreichsten Fußballstadien Europas. Seit 1892 trägt Celtic dort seine Heimspiele aus. Von den Fans wird die Spielstätte auch als „Paradise” bezeichnet. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer über die Atmosphäre: „Die ist phänomenal dort, wir dürfen uns von der Kulisse nicht beeindrucken lassen. Wir müssen mutig auftreten.

Für einen Großteil seiner Mannschaft wird eine derartige Kulisse Neuland sein. Einige Spieler haben allerdings bereits Erfahrung mit großen internationalen Auswärtsspielen gesammelt. Andres Andrade, Sascha Horvath, George Bello und Moses Usor standen etwa vor drei Jahren beim Europa-League-Gastspiel in Liverpool in der Startelf.

 

Die Celtic-Fans sorgen stets für eine gute Atmosphäre.
Die Celtic-Fans sorgen stets für eine gute Atmosphäre.Kenny Ramsay / News Licensing / Profimedia

 

Celtic geht als Favorit ins Duell

Wie schon in Liverpool rechnet Kühbauer auch dieses Mal mit Phasen, in denen seine Mannschaft unter erheblichen Druck geraten wird. Verstecken will sich der österreichische Double-Sieger deshalb aber nicht: „Wir müssen schon versuchen, unseren Plan durchzuziehen. Und es wird eine Druckperiode kommen, da bin ich überzeugt. Aber ich glaube, dass wir gut genug sind, dass wir auch unsere Akzente setzen können und müssen, damit wir da ein gutes Ergebnis erreichen fürs Heimspiel.

Vor dem Hinspiel scheinen die Rollen klar verteilt. Celtic verfügt über deutlich mehr internationale Erfahrung und einen Kader mit einem geschätzten Marktwert von rund 130 Millionen Euro – mehr als dreimal so viel wie jener des LASK. Mit Benjamin Nygren, Kieran Tierney und Alistair Johnston stehen zudem mehrere WM-Teilnehmer im Aufgebot von Trainer Martin O’Neill.

 

Der LASK ist in Topform und knüpft nahtlos an die Leistungen der Vorsaison an.
Der LASK ist in Topform und knüpft nahtlos an die Leistungen der Vorsaison an.Flashscore

 

Die Bilanz der Schotten gegen österreichische Klubs dürfte dem formstarken LASK aber durchaus Mut machen. Nur drei der bisherigen 13 Europacup-Duelle mit Teams aus Österreich konnte Celtic für sich entscheiden. Zudem muss Trainer Martin O’Neill am Mittwoch auf Alex Oxlade-Chamberlain verzichten. Der ehemalige Liverpool- und Arsenal-Star muss eine Sperre nach einer Roten Karte aus dem Jahr 2023 absitzen. Ein Kuriosum.

Für den LASK geht es neben dem sportlichen Traum von der Königsklasse auch um viel Geld. Bei einem Weiterkommen würden die Linzer erstmals in die Champions League einziehen und 18,62 Millionen Euro Startgeld erhalten. Selbst bei einem Ausscheiden ist die Teilnahme an der Europa League bereits sicher. Zusammen mit der Prämie für die Play-offs zur Champions League kann der österreichische Meister somit zumindest mit rund 8,6 Millionen Euro planen.

Das Hinspiel zwischen Celtic und dem LASK steigt am Mittwoch um 21:00 Uhr und wird live auf CANAL+ übertragen.