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ÖFB-Frauen starten im Kosovo in die WM-Play-offs

ÖFB-Frauen starten im Kosovo in die WM-Play-offs
ÖFB-Frauen starten im Kosovo in die WM-Play-offsČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

Österreichs Frauen-Nationalteam startet am Freitag in die WM-Play-offs. Im Auswärtsspiel gegen den Kosovo will die ÖFB-Auswahl ihrer Favoritenrolle gerecht werden und sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Wien verschaffen. Teamchef Lars Söndergaard fordert vor allem Intensität und Spielfreude.

Für Österreichs Frauen-Nationalteam beginnt am Freitag (18:00 Uhr, live auf ORF1) die entscheidende Phase auf dem Weg zur erstmaligen Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Im Stadiumi Fadil Vokrri in Prishtina trifft die Mannschaft von Teamchef Lars Söndergaard im Hinspiel der ersten Play-off-Runde auf den Kosovo.

Die Ausgangslage ist eindeutig. Österreich liegt in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 23, der Kosovo rangiert auf Position 84. Die ÖFB-Auswahl geht damit als klarer Favorit in das Duell. „Wir sind die Favoriten, da darf über zwei Spiele nichts schiefgehen“, stellte Söndergaard unmissverständlich klar. Gleichzeitig warnte der Däne davor, die Gastgeberinnen zu unterschätzen. „Wir wissen, dass es in ihrer Natur liegt, Fußball zu spielen. Dazu haben sie auch gute Individualistinnen.“

 

 

Schwierige Platzverhältnisse und gefährliche Einzelspielerinnen

Besondere Aufmerksamkeit gilt aufseiten des Kosovo zwei Offensivspielerinnen. Ereleta Memeti steht bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, Modesta Uka zählt bei Austria Wien zu den Leistungsträgerinnen. „Das sind Spielerinnen auf ganz hohem Niveau, wir dürfen ihnen keinen Platz geben“, warnte Söndergaard. Aufgrund eines kurzfristigen Trainerwechsels beim Kosovo ist zudem nicht vollständig abzusehen, mit welcher taktischen Ausrichtung die Gastgeberinnen auftreten werden.

Österreich will deshalb vor allem auf die eigenen Stärken setzen. „Wir haben einen klaren Plan, den wir umsetzen wollen, um das erste Duell für uns zu entscheiden“, erklärte Verena Hanshaw. Die Austria-Verteidigerin kennt Uka aus dem Vereinsalltag bestens. „Wir wissen, dass sie den Ball gerne am Fuß hat. Da gilt es, mit der nötigen Intensität in den Zweikämpfen dagegenzuhalten.“

Eine zusätzliche Herausforderung stellen die schlechten Platzverhältnisse in Prishtina dar. Söndergaard möchte deshalb aber nicht von seiner grundsätzlichen Spielidee abrücken. Entscheidend sei, unnötige Ballverluste zu vermeiden und bei Ballverlusten schnell ins Gegenpressing zu kommen. „Wir werden deshalb jetzt nicht unsere Spielidee total verändern“, betonte der Teamchef.

Rückkehrerinnen sorgen für zusätzliche Qualität

Personell kann Söndergaard wieder auf wichtige Leistungsträgerinnen zurückgreifen. Sarah Zadrazil, Marie Höbinger und Lilli Purtscheller stehen nach längeren Knieverletzungen wieder im Kader. Alle drei seien grundsätzlich bereit für die Startelf, allerdings noch nicht für 90 Minuten. „Sicher ist, dass mindestens eine von den dreien anfangen wird“, verriet der Teamchef.

 

Marie Höbinger ist zurück im Nationalteam
Marie Höbinger ist zurück im NationalteamČTK / imago sportfotodienst / Oliver Baumgart

 

Auch Annabel Schasching sieht in den Rückkehrerinnen eine wichtige Verstärkung. „Sie haben Qualitäten, die wir vermisst haben, nicht nur am Platz, es sind auch Persönlichkeiten“, erklärte die Leipzig-Legionärin, die nach einem Doppelpack gegen Mainz mit viel Selbstvertrauen angereist ist.

Österreich will bereits im Hinspiel in Prishtina den Grundstein für den Aufstieg legen. Das Rückspiel steigt am Dienstag, 13. Oktober (18:00 Uhr, live auf ORF1), am Wiener Sport-Club-Platz. Bei einem Weiterkommen wartet im Dezember die zweite und entscheidende Play-off-Runde auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien.

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