Erst anschließend richtete Zidane den Blick auf seine neue sportliche Aufgabe. Für ihn gehe mit der Ernennung zum Nationaltrainer "ein Traum" in Erfüllung.
"In den vier bis fünf Jahren, in denen ich eine Pause eingelegt habe, habe ich zahlreiche Angebote erhalten. Und ich habe sie alle zugunsten der französischen Nationalmannschaft abgelehnt, denn das war das Einzige, was ich nach meiner Zeit bei Real Madrid machen wollte", erklärte Zidane. Er habe als Spieler sämtliche Auswahlmannschaften Frankreichs durchlaufen und sei nun mit dem Traineramt auf dem "Gipfel" angekommen.
Vertrag bis 2030: Frankreich setzt auf Zidane
Der französische Verband bestätigte die Verpflichtung am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz am FFF-Hauptsitz in Paris. Zidane tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an und erhält einen Vertrag bis 2030.
"Das Einzige, was mich antreibt, ist, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie weiterhin gewinnt", sagte Zidane. Die Aufgabe als Nationaltrainer sei für ihn zwar Neuland, doch Zweifel habe er keine: "Es ist sicher ein ganz anderer Beruf. Es ist etwas Neues für mich, aber ich habe keine Angst davor. Ich bin bereit."
Große Erfolge als Spieler und Trainer
Zidane bringt eine beeindruckende Vita mit. Als Spieler führte er Frankreich 1998 zum WM-Titel und gewann zwei Jahre später die Europameisterschaft. Auch als Trainer feierte er große Erfolge: Mit Real Madrid gewann er zwischen 2016 und 2018 dreimal in Folge die Champions League, zweimal die Klub-Weltmeisterschaft sowie zwei spanische Meisterschaften. Nach seinem Abschied von den Königlichen im Jahr 2021 legte er eine fünfjährige Pause ein und wartete auf die Chance, die französische Nationalmannschaft zu übernehmen.
FFF-Präsident Philippe Diallo erklärte, der Verband habe einen Trainer gesucht, der "über die Ausstrahlung, die Kompetenz und das Herz unserer Fans verfügt, um eine der besten Mannschaften der Welt zu trainieren". Gemeinsam mit Zidanes lang gehegtem Wunsch habe dies den Ausschlag für die Verpflichtung gegeben.
Premiere gegen die Türkei, Heimdebüt gegen Italien
Sein erstes Pflichtspiel als französischer Nationaltrainer bestreitet Zidane am 25. September in der Nations League auswärts gegen die Türkei.
Das Heimdebüt folgt eine Woche später gegen Italien. Ausgerechnet gegen die Squadra Azzurra also, gegen die Zidane im WM-Finale 2006 nach seinem Kopfstoß gegen Marco Materazzi einen der bittersten Momente seiner außergewöhnlichen Karriere erlebte.
