Was für ein packendes Finale! Der Linzer AK holt nach einem 4:2-Sieg in der Verlängerung den ÖFB-Cup nach Oberösterreich. Es ist lange ein offener Schlagabtausch, in der Verlängerung entscheidet dann ein Doppelschlag des LASK die Begegnung gegen den SCR Altach.
Die Partie war von Anfang an wild: Patrick Greil (5.) brachte den Außenseiter schnell in Führung, doch der LASK ließ den Rückstand nicht lange auf sich sitzen.
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Altach führt überraschend zur Pause
Moses Usor (10.) kam nach Vorarbeit von Sascha Horvath schnell zum Ausgleich. Wenig später bejubelten die Oberösterreicher den Führungstreffer, doch Samuel Adenirans (21.) wurde wegen Abseits aberkannt.
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der es Chancen auf beiden Seiten gab, ging dann aber wieder Altach in Front. Der starke Greil bediente Vesel Demaku (30.), der mit einem saftigen Abschluss den Ball unter die Querlatte hämmerte.
Die Altacher, die für ihre Verhältnisse ein Top-Spiel zeigten, nahmen so nicht unverdient die Führung mit in die Pause.

LASK gleicht verdient aus - muss aber in die Verlängerung
Doch das Blatt wendete sich im zweiten Durchgang. Der LASK erhöhte den Druck zunehmend und kam immer wieder zu gefährlichen Chancen. Nachdem Sasa Kalajdzic (49.) knapp verpasste, brach eine Viertelstunde später der Bann. Kalajdzic setzte sich stark durch und bereitete gekonnt auf Adeniran (64.) vor, dessen Volley dieses Mal auch zählte.
In der Schlussphase der regulären Spielzeit ging es dann heiß her: Erst verpasste Adeniran (87.) knapp aus spitzem Winkel, dann jubelte Adeniran (90.+4) doch, aber der Angreifer stand wieder im Abseits.
LASK in der Verlängerung mit mehr Kraft
In der Verlängerung schwanden bei den Altachern die Kräfte, der LASK übernahm die Spielkontrolle und kam zu guten Chancen. Wieder war es der auffälige Adeniran (94.), der aber an SCR-Goalie Dejan Stojanovic scheiterte. Auch in der 100. Minute blieb Stojanovic im Duell mit Adeniran Sieger.
Doch wenig später konnte der Torhüter dann nichts mehr ausrichten: George Bello (101.) köpfte eine Flanke von Kasper Jörgensen per Aufsetzer zum 3:2 ein. Keine 120 Sekunden später war es dann wieder die Kombination aus Kalajdzics Wucht und Übersicht für Adeniran, die die Entscheidung brachte. Allein vor Stojanovic blieb der Torjäger cool und schob noch vor der Pause zum 4:2 ein.
Zum Auftakt der zweiten 15 Minuten brannten dann dem erst zur 95. Minute eingewechselten Suliman Mustapha die Nerven druch. Ein klarer absichtlicher Ellbogenschlag gegen Bello bedeute den direkten Platzverweis. In der Folge war die Partie endgültig entschieden, der LASK machte den zweiten Cup-Sieg nach 1965 perfekt und kann jetzt sogar auf das Double hoffen.
