Wie gut, dass beim VfB nach einem mäßigen Start in die Bundesliga am Samstag bei Bayer Leverkusen (4:2) "zumindest eine gewisse Entladung" stattgefunden hat, wie Wohlgemuth erleichtert feststellte. Der erst dritte Sieg im achten Spiel "gibt jetzt erst mal einen Schub für das Selbstbewusstsein".
Zum Match-Center: Galatasaray Istanbul vs. VfB Stuttgart
Das mache die Aufgabe gegen Galatasaray "leider nicht kleiner", ergänzte er. "Aber zumindest können wir jetzt mit einem ganz anderen Gefühl" in Istanbul antreten.
Wobei: Über sein Abschneiden in der Champions League kann sich der VfB bisher nicht beklagen. Mit sieben Punkten stehen die Schwaben nach den Spielen gegen Stavanger (3:1), in Bratislava (3:0) und gegen Atlético Madrid (1:1) als Tabellensechster und beste deutsche Mannschaft gut da.
"Bis jetzt haben wir gezeigt, dass wir auf dem hohen europäischen Niveau mithalten können, dass wir Paroli bieten können. Und deshalb rechnen wir uns auch was aus in Istanbul", betonte Wohlgemuth.
Demirovic mit "überragendem" Saisonstart
Wie gut auch, dass Demirovic nach wie vor für Stuttgart spielt: Ein Wechsel eben zu Galatasaray kam im Sommer nicht zustande, obwohl der türkische Rekordmeister für einen Transfer bis zu 20 Millionen Euro geboten hatte. Weil eine schnelle Einigung nicht zustande kam, entschied sich der Angreifer zu einem Verbleib in Stuttgart – obwohl der VfB mittlerweile auch Dzenan Pejcinovic für rund 25 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet hatte.

Nach 13 Pflichtspiel-Einsätzen steht Demirovic bei neun Treffern – vier davon gelangen ihm in der Königsklasse. Nach seinem Doppelpack in Leverkusen erhielt der 28-Jährige sogar ein Sonderlob von seinem Kapitän. "Überragend", habe Demirovic gespielt, sagte Deniz Undav, "wie er die Räume zieht, die Duelle gewinnt und als Torjäger". Was nicht nur Demirovic und Undav ein gutes Gefühl gibt, sondern gleich dem ganzen VfB.
Galatasaray international noch auf Formsuche
Galatasaray dagegen geht mit eher gemischten Gefühlen ins Spiel. In der Liga führt die Mannschaft von Trainer Okan Buruk auch dank der neun Treffer von Torjäger Victor Osimhen die Tabelle an – in der Champions League aber läuft es nicht so gut: Nach Niederlagen bei Sporting Lissabon (1:3) und gegen den FC Barcelona (1:4) gelang nur beim OSC Lille (4:2) ein Sieg.
Vielleicht auch, weil Gündogan kaum spielt – und Sané in 13 Pflichtspieleinsätzen noch kein Tor geschossen hat.
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