Nach einem Jahr in den USA steht Hendrich inzwischen beim 1. FC Köln unter Vertrag und schwimmt damit gegen den Strom - viele deutsche Spielerinnen wechselten in der Sommerpause ins Ausland. Die aktuellen Diskussionen um die Zukunft der Bundesliga seien auch unter den Spielerinnen präsent.
"Es sind immer dieselben Themen, über die man seit Jahren spricht", sagte die Verteidigerin: "Man muss weiter in die einzelnen Vereine und in ihre Infrastruktur investieren. Das hat sich im Ausland deutlich verbessert, sodass Spielerinnen sagen: Ich gehe lieber dahin, weil ich da bessere Möglichkeiten habe."
Hendrich will Karriere in Deutschland beenden
Dabei ginge es laut der 91-maligen Nationalspielerin auch um das Finanzielle: "Je mehr investiert wird, auch in Gehälter, desto attraktiver ist es. Um da mithalten zu können, wird da kein Weg drumherum führen."
Für ihren Wechsel zurück nach Deutschland hat Hendrich, die zuletzt für ein Jahr bei den Chicago Red Stars in den USA spielte, jedoch gute Gründe. Die "letzte Saison war beeindruckend, ich glaube, die Ergebnisse sprachen für sich", sagte Hendrich. Köln hatte die vergangene Saison auf Platz sieben abgeschlossen - die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte.
Zudem möchte Hendrich ihre Karriere "in der Nähe meiner Heimat und in Deutschland" beenden: "Ich habe gelernt, man sollte nicht zu viel in die Zukunft schauen. Aber ich würde es nicht komplett ausschließen."
