Entscheidung fällt am letzten Spieltag: LASK haut Red Bull aus dem Titelrennen

LASK feiert ein Tor.
LASK feiert ein Tor.Severin Aichbauer / APA-Images / APA-Images via AFP / Profimedia

In der 31. Runde der ADMIRAL Bundesliga fällt zwar keine Entscheidung im Meisterkampf, dafür verschafft sich der Linzer AK aber eine gute Ausgangslage, um nächste Woche das Double zu feiern. Dank des 2:1-Siegs gegen Red Bull Salzburg sind nicht nur die Bullen aus dem Titelrennen, beim FK Austria reicht in der nächsten Woche ein Unentschieden, um nach 61 Jahren wieder Österreichischer Meister zu werden.

Der Linzer AK bleibt im Spitzenspiel cool und schlägt Red Bull Salzburg mit 2:1 (2:0). Perfekt ist die Österreichische Meisterschaft aber noch nicht, weil der Konkurrent SK Sturm beim TSV Hartberg mit 4:2 gewinnt. Dafür verabschiedet sich Red Bull aber endgültig aus dem Titelrennen und verpasst erstmals seit der Red-Bull-Ära die Top 2.

Dabei gehörten die Anfangsminuten klar den Salzburgern, die mehr Ballbesitz hatten und offensiv aktiver auftraten. Der LASK setzte zunächst vor allem auf eine kompakte Defensive und schnelle Gegenstöße.

Nach einer Hereingabe von Stefan Lainer kam Yorbe Vertessen zentral vor Lukas Jungwirth per Kopf zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor und sorgte damit kaum für Gefahr (16.).

LASKer Doppelschlag trifft Red Bull ins Herz

Erst nach rund 20 Minuten meldeten sich auch die Linzer offensiv an. Abschlüsse von Sascha Horvath (23.) und Moses Usor (25.) deuteten an, dass der Pokalsieger besser ins Spiel fand.

Wie gefährlich der LASK werden konnte, zeigte sich wenig später eindrucksvoll. Nach einem weiten Einwurf von Moses Usor verlängerte Joao Tornich per Kopf, ehe Samuel Adeniran ebenfalls mit dem Kopf zur 1:0-Führung für die Gastgeber traf (33.).

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Nur wenige Minuten später legte die Mannschaft von Dietmar Kühbauer nach. Wieder entstand die Situation nach einem Einwurf: Über Umwege landete der Ball bei Andres Andrade, dessen Versuch nur am Lattenkreuz endete. Den Abpraller verwertete Kasper Jörgensen schließlich kompromisslos zum 2:0 (36.).

Konates Tor kommt zu spät

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Mannschaften zunächst vorsichtiger. Salzburg dominierte zwar weiterhin den Ballbesitz, konnte daraus aber kaum gefährliche Aktionen kreieren.

Dann sorgte der kurz zuvor eingewechselte Kerim Alajbegovic plötzlich für Aufsehen. Mit einer starken Einzelaktion zog er aus der Distanz ab, traf jedoch nur den Pfosten (56.).

Auch im weiteren Verlauf tat sich Salzburg schwer, noch einmal zurückzukommen, während der LASK defensiv kaum Chancen zuließ. Die beste Gelegenheit vergab der ebenfalls eingewechselte Edmund Baidoo, der den Ball aus schwieriger Position nur an die Latte setzte (74.).

Kurz vor dem Ende brachte Karim Konate die Gäste mit einem Kopfballtreffer noch einmal heran und sorgte damit in der Schlussphase für Spannung (87.).

SK Sturm siegt und darf hoffen

Der SK Sturm beendete seine Serie von fünf Unentschieden mit einem 4:2-Auswärtssieg gegen Hartberg und hielt damit die Titelchance am Leben.

Die Grazer erwischten einen starken Start und gingen früh durch Vallci (2.) in Führung, Hartberg glich jedoch rasch durch Pazourek (9.) aus. Sturm ging aber nach einem Eigentor von Markus (14.) und Kiteishvili (25.) noch vor der Pause klar in Führung. 

Tabelle Meistergruppe
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Nach dem Seitenwechsel brachte ein verwandelter Elfmeter von Fridrikas (56.) kurz Spannung zurück, ehe der 17-jährige Luca Weinhandl (80.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Endstand fixierte. 

In der finalen Runde erwartet Sturm daheim den SK Rapid. Um noch Meister werden zu können, müssen die Steirer gewinnen und auf eine Niederlage des LASK bei der Austria.

Die Veilchen dagegen siegen im Stadtderby bei Rapid und springen so am Rivalen vorbei auf Platz vier. Sanel Saljic (9.) und Tin Platovic (60.) trafen für die Austria zum Sieg.

Endspiel zwischen GAK und Blau-Weiß

Auch der Abstiegskampf ist noch nicht entschieden - ganz im Gegenteil. Nächste Woche geht es im direkten Duell zwischen dem Grazer AK und Blau-Weiß Linz um den Klassenerhalt.

Die WSG Tirol sicherte sich dagegen durch das 1:1 gegen Blau-Weiß den Klassenerhalt, da definitiv entweder der GAK oder die Linzer in der finalen Runde hinter Tirol stehen werden, weil sie sich gegenseitig Punkte wegnehmen.

Nikolai Frederiksen (16.) brachte die Innsbrucker in Führung, ehe Simon Seidl (71.) in der zweiten Halbzeit ausglich.

Der GAK sicherte sich mit einer ganz späten Aufholjagd beim 2:2 gegen den SCR Altach zwar einen Punkt, kann sich in der 32. Runde aber keine Niederlage in Linz leisten.

Altach und WAC feiern Klassenerhalt

Altach führte nach Treffern von Patrick Greil (37.) und Vesel Demaku (59.) bis zur 87. Minute mit 2:0, musste sich nach Toren von Daniel Maderner und Murat Satin (90.+8) aber mit einem Punkt zufrieden geben. Doch der reichte für den SCR, um wie die WSG trotz Punktgleichheit mit dem GAK den Klassenerhalt zu feiern.

Auch der Wolfsberger AC kommt nach einer schwierigen Saison mit dem Schrecken davon. Nachdem der WAC vor drei Spieltagen noch mit dem Rücken zur Wand stand, gewannen die Kärntener beim SV Ried mit 1:0 und holten beim Aufsteiger ihren dritten Sieg in Folge. Dadurch kämpft der WSC plötzlich sogar wieder um Europa, steht die Truppe von Thomas Silberberger plötzlich mit einem Punkt Vorsprung auf dem achten Platz.