Espanyol erwischte einen unglücklichen Beginn. Nach einem Foul an Vinícius Júnior bekam Real die Gelegenheit, schnell für Gefahr zu sorgen. Arda Güler schlug wenig später eine präzise Flanke auf Jude Bellingham, der per Kopf zur frühen Führung traf. Nach gerade einmal neun Minuten lag Madrid im RCDE Stadium mit 1:0 vorne.
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Mourinho hatte mit Ibrahima Konaté, Denzel Dumfries und Bernardo Silva gleich drei Neuzugänge von Beginn an aufgeboten, Antonio Rüdiger kam nicht zum Einsatz. Zunächst waren es allerdings vor allem Güler und Bellingham, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Real kontrollierte die Partie mit und ohne Ball und kam durch Dumfries zu einer weiteren guten Möglichkeit, die Espanyols Torhüter Marko Dmitrović entschärfte.
Espanyol dreht das Spielgeschehen
Nach einer starken Anfangsphase verlor Madrid zunehmend die Kontrolle. Ungenaue Zuspiele und nachlassendes Pressing ermöglichten Espanyol mehr Räume. Tyrhys Dolan sorgte erstmals für Gefahr, anschließend musste Thibaut Courtois einen Distanzschuss von Clemens Riedel entschärfen.
In der 29. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Javi Hernández setzte sich in Szene und brachte Álex Calatrava in eine aussichtsreiche Position, die der Offensivspieler zum 1:1 nutzte. Madrid wirkte danach verunsichert. Kylian Mbappé scheiterte noch vor der Pause im Eins-gegen-Eins an Dmitrović, während Roberto Fernández eine große Kopfballchance zur möglichen Führung vergab.
Real sucht nach der Kontrolle
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Calatrava hatte Glück, als er nach einem harten Tritt gegen den Knöchel von Carreras nicht mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Kurz darauf vergab er eine weitere gute Gelegenheit per Volley.

Madrid erhöhte anschließend wieder den Druck. Bellingham scheiterte mit einem Kopfball an Dmitrović, Mbappé konnte den Nachschuss nicht sauber verwerten. Mourinho versuchte mit seinen Wechseln neue Impulse zu setzen und brachte unter anderem Marc Cucurella und Yan Diomandé. Doch trotz viel Ballbesitz fehlte den Gästen zunächst die nötige Durchschlagskraft.
Espí rettet Real Madrid
Doch ein weiterer Joker Mourinhos stach: Carlos Espí. Der junge Angreifer, der im Sommer von UD Levante nach Madrid gewechselt war, hatte bereits in der Vorbereitung mit Treffern auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Schalke erzielte er im letzten Testspiel ebenfalls ein Tor.
In der Schlussphase zahlte sich das Vertrauen aus. Nach einem Vorstoß von Mbappé landete der Ball im Strafraum bei Espí, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ und in der 90. Minute zum 2:1 einschoss. Für Mourinho bedeutet der Erfolg einen gelungenen Start in seine zweite Ära bei Real. Der Portugiese war im August offiziell als neuer Trainer vorgestellt worden und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2029.
