Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Trainingslager, Testspiele und die letzten Kaderentscheidungen bestimmen derzeit den Alltag der englischen Klubs. Am 21. August fällt schließlich der Startschuss für die 35. Ausgabe der Premier League. Zum Auftakt empfängt Titelverteidiger Arsenal den Aufsteiger Coventry City im Emirates Stadium.
Auch auf dem Transfermarkt war einiges geboten: Mit Morgan Rogers (zu Chelsea) und Elliot Anderson (zu Manchester City) wechselten gleich zwei Spieler für neue britische Rekordsummen innerhalb der Liga die Seiten. Das Sommer-Transferfenster hatte am 15. Juni geöffnet und schließt am Dienstag, 1. September, um Mitternacht deutscher Zeit.
So funktioniert das Format der Premier League
In der Premier League treten 20 Mannschaften an. Jede Mannschaft absolviert 38 Spieltage – 19 Partien im eigenen Stadion und 19 Auswärtsspiele. Für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt. Bei einer Niederlage geht das Team leer aus. Meister wird nach dem 38. Spieltag die Mannschaft mit den meisten Punkten.
Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst das Gesamttorverhältnis. Sollte auch dieses keinen Unterschied ergeben, wird die höhere Zahl erzielter Tore herangezogen.
Am Tabellenende geht es um den Verbleib in der höchsten englischen Spielklasse. Die Mannschaften auf den Plätzen 18, 19 und 20 steigen direkt in die EFL Championship ab. In der vergangenen Saison traf es West Ham United, Burnley und Wolverhampton Wanderers.
Diese 20 Teams spielen in der Premier League 2026/27
17 Mannschaften aus der vergangenen Saison sind auch 2026/27 wieder dabei. Dazu gehören Titelverteidiger Arsenal sowie Manchester City, die auch in dieser Saison wieder als Topfavoriten gelten. Hinzu kommen Manchester United, Liverpool, Chelsea, Tottenham Hotspur, Aston Villa, Newcastle United, Brighton & Hove Albion, Crystal Palace, Everton, Brentford, Fulham, Nottingham Forest, Bournemouth, Sunderland und Leeds United.
Drei Traditionsvereine kehren gleichzeitig nach mehreren Jahren in die englische Eliteliga zurück. Coventry City schaffte unter Frank Lampard nach 25 Jahren Abstinenz den direkten Aufstieg als Championship-Meister. Ipswich Town kehrte als Vizemeister zurück. Hull City setzte sich in den Playoffs gegen Southampton durch und komplettiert damit das Teilnehmerfeld.
Premier League Spielplan: Wer spielt am 1. Spieltag?
Titelverteidiger Arsenal eröffnet die Saison zu Hause gegen Aufsteiger Coventry City, ehe der Rest der Liga über das gesamte Eröffnungswochenende verteilt folgt. Alle Anstoßzeiten in deutscher Zeit:
Freitag, 21.08.2026, 21:00 Uhr: Arsenal – Coventry City
Samstag, 22.08.2026, 13:30 Uhr: Hull City – Manchester United
Samstag, 22.08.2026, 16:00 Uhr: Everton – Crystal Palace
Samstag, 22.08.2026, 16:00 Uhr: Ipswich Town – Sunderland
Samstag, 22.08.2026, 16:00 Uhr: Nottingham Forest – Leeds United
Samstag, 22.08.2026, 18:30 Uhr: Brentford – Tottenham Hotspur
Sonntag, 23.08.2026, 15:00 Uhr: Brighton & Hove Albion – Aston Villa
Sonntag, 23.08.2026, 15:00 Uhr: Manchester City – AFC Bournemouth
Sonntag, 23.08.2026, 17:30 Uhr: Newcastle United – FC Liverpool
Montag, 24.08.2026, 21:00 Uhr: Fulham – FC Chelsea
Wann finden die großen Derbys statt?
Traditionell stellen für Fans der Premier League vor allem die Duelle zwischen den großen Rivalen die Highlights der Saison dar. Alle Anstoßzeiten in deutscher Zeit:
Manchester-Derby
Hinspiel, 4. Spieltag, Sonntag, 13. September 2026, 17:30 Uhr: Manchester United vs. Manchester City
Rückspiel, 30. Spieltag, Samstag, 20. März 2027, tba: Manchester City vs. Manchester United
Merseyside-Derby
Hinspiel, 12. Spieltag, Samstag, 28. November 2026, 16:00 Uhr: Everton vs. FC Liverpool
Rückspiel, 23. Spieltag, Samstag, 30. Januar 2027, tba: FC Liverpool vs. Everton
North-London-Derby
Hinspiel, 14. Spieltag, Samstag, 5. Dezember 2026, 16:00 Uhr: Tottenham Hotspur vs. Arsenal
Rückspiel, 34. Spieltag, Samstag, 1. Mai 2027, tba: Arsenal vs. Tottenham Hotspur
Zudem findet auch in dieser Saison am 26. Dezember 2026 (17. Spieltag) wieder der traditionelle Boxing-Day-Spieltag statt.
Die wichtigsten Transfers
Arsenal: Bruno Guimarães (für 87,5 Millionen Euro von Newcastle United), Piero Hincapié (für 52 Millionen Euro von Bayer Leverkusen), Christos Tzolis (für rund 40 Millionen Euro vom FC Brügge), Illan Meslier (ablösefrei von Leeds United)
Manchester City: Elliot Anderson (für 135 Millionen Euro von Nottingham Forest)
Manchester United: Andrey Santos (für 56 Millionen Euro vom FC Chelsea), Youri Tielemans (für 41 Millionen Euro von Aston Villa)
FC Liverpool: Ronald Araujo (Leihe mit Kaufoption über 55 Millionen Euro vom FC Barcelona)
FC Chelsea: Morgan Rogers (für 137 Millionen Euro von Aston Villa), Geovany Quenda (für 52 Millionen Euro von Sporting CP)
Tottenham Hotspur: Sandro Tonali (für 108 Millionen Euro von Newcastle United), Mateus Fernandes (für 100 Millionen Euro von West Ham United), Jan Paul van Hecke (für 60 Millionen Euro von Brighton & Hove Albion)
Weitere: Dwight McNeil (Crystal Palace, von Everton), Brennan Johnson (Everton, von Crystal Palace), Sasa Lukic und Issa Diop (beide Ipswich Town, von Fulham), Thomas Meunier (Sunderland, ablösefrei von Lille), Danny Welbeck (Chelsea, von Brighton & Hove Albion), James Trafford (Leeds United, von Manchester City), Takehiro Tomiyasu (Crystal Palace, ablösefrei von Ajax)
Nennenswerte Abgänge: Anthony Gordon (von Newcastle United zum FC Barcelona, für 80 Millionen Euro), Marc Cucurella (vom FC Chelsea zu Real Madrid, für 55 Millionen Euro), Cristian Romero (von Tottenham Hotspur zu Atlético Madrid), Ibrahima Konaté (vom FC Liverpool zu Real Madrid, ablösefrei), Mohamed Salah (vom FC Liverpool zu Trabzonspor, ablösefrei), Casemiro, Jadon Sancho und Tyrell Malacia (alle Manchester United, Vertragsauflösung)
Alle bestätigten Sommertransfers der Premier League 2026/27 im Überblick
Diese Plätze führen nach Europa
Nach der regulären Verteilung qualifizieren sich die ersten vier Mannschaften der Tabelle für die Champions League, der Tabellenfünfte für die Europa League und der Sechste für die Conference League. Zusätzliche Champions-League-Plätze können über den UEFA-Koeffizienten vergeben werden.
England hat sich dank starker Auftritte seiner Klubs in den europäischen Wettbewerben einen fünften Champions-League-Startplatz gesichert – den sogenannten "Performance Spot". Dadurch rückten Europa League und Conference League jeweils eine Tabellenposition weiter nach hinten.
Die endgültige Verteilung entschied sich zudem am letzten Spieltag der Vorsaison: Weil Pokalsieger Manchester City sich ohnehin bereits über die Liga für die Champions League qualifiziert hatte, rutschte der freiwerdende Europapokal-Platz in der Tabelle nach unten. Sunderland nutzte das als Tabellensiebter und sicherte sich mit einem Sieg gegen Chelsea am letzten Spieltag den Einzug in die Europa League – zulasten der Blues, die die Saison 2026/27 ganz ohne internationalen Wettbewerb bestreiten.
England stellt neun Teams in Europa
In der Saison 2026/27 ist die Premier League mit insgesamt neun Vereinen in den europäischen Wettbewerben vertreten. Arsenal, Manchester City, Manchester United, Aston Villa und Liverpool treten in der Champions League an.
Bournemouth, Sunderland und Crystal Palace spielen in der Europa League – Crystal Palace hat sich den Startplatz durch den Sieg im Conference-League-Finale gegen Rayo Vallecano gesichert. In der Conference League geht Brighton & Hove Albion an den Start und zieht dabei direkt in die Ligaphase ein, ohne die sonst für englische Teams übliche Playoff-Runde bestreiten zu müssen.
Premier League live im TV
In Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt Sky die Anlaufstelle für die Premier League. Der Pay-TV-Sender hat sich die Übertragungsrechte für mindestens fünf weitere Spielzeiten gesichert und ließ dabei auch DAZN erneut leer ausgehen. Alle 380 Saisonspiele laufen live und exklusiv bei Sky, ergänzt durch eine Konferenzschaltung an den Topspieltagen. Ein Free-TV-Angebot gibt es für die Premier League in Deutschland weiterhin nicht.
