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Erster Todestag von Laura Dahlmeier: "Lasst mir doch endlich meine Ruhe!"

Gedenktafel für Dahlmeier in Garmisch-Partenkirchen
Gedenktafel für Dahlmeier in Garmisch-PartenkirchenPHILIPP GUELLAND / AFP

Vor einem Jahr kam Laura Dahlmeier tragisch ums Leben. Ihr Tod in den Bergen wirkt immer noch nach.

Irgendwo in den eisigen Höhen des unwirtlichen Karakorum-Gebirges liegt der Leichnam von Laura Dahlmeier unter Schnee, Eis und Fels begraben.

Eine schreckliche Vorstellung – mit der sich die Eltern aber arrangiert haben. "Ich glaube", sagte Vater Andreas schon vor Monaten, "Laura hätte es so gewollt, in den Bergen ihren Frieden zu finden." Sie sei "dort begraben, wo sie glücklich war und sich frei fühlte". Mutter Susi ergänzte, dass die ehemalige Biathletin "verschmolzen mit den Herzen der Berge" sei.

Eine Klettertour in Pakistan endete tödlich
Eine Klettertour in Pakistan endete tödlichPHILIPP GUELLAND / AFP

Am Dienstag jährt sich Dahlmeiers tragischer Tod zum ersten Mal. Bei einer Klettertour am 6.096 m hohen Laila Peak in Pakistan wurde Dahlmeier im Alter von nur 31 Jahren von einem Steinschlag getroffen und aus dem Leben gerissen.

Die Wintersport-Welt stand an jenem 28. Juli 2025 still. Noch immer wirkt das Unglück der sympathischen Bayerin nach. Am traurigen Jahrestag planen die Eltern ein stilles Gedenken im engen Familienkreis. 

Nur kein Trubel!

Dies ist auch ganz im Sinne ihrer Tochter Laura. Die stand zwar als zweifache Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin stets im Fokus der Öffentlichkeit, suchte aber als Ausgleich immer wieder die Abgeschiedenheit ihrer geliebten Berge.

Dahlmeier war eine der erfolgreichsten Biathletinnen der deutschen Geschichte
Dahlmeier war eine der erfolgreichsten Biathletinnen der deutschen GeschichteMATTHIAS BALK / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Auf den Gipfeln der Welt fühlte sich Laura Dahlmeier wohl – ausgerechnet dort fand sie den Tod, dort wird sie wohl für immer liegen.

Dass sie nicht geborgen werden konnte, sei "vielleicht" gut so, sagte Vater Andreas der Sport Bild. Er stelle sich vor, "wenn Laura in einem Grab auf einem Friedhof liegen würde, und den ganzen Tag über kommen Leute vorbei – sie würde aufschauen und denken: Meine Güte, schon wieder ist jemand da. Lasst mir doch endlich mal meine Ruhe!"