Preuß darf auch mal Schnupfen haben
"Es ist ein schönes Gefühl, endlich wieder Energie zu haben. Man schleppt sich als Sportler manchmal von Training zu Training und ist gefühlt immer müde – körperlich und phasenweise auch mental. Ich kann jetzt einfach normale Dinge machen, wie beispielsweise am Haus arbeiten. Ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich mich eigentlich vom Training regenerieren müsste", sagte die 32-Jährige bei Chiemgau24.de.
Und dann sei "da auch das Thema, dass ich nicht ständig darauf achten muss, bloß nicht krank zu werden", ergänzte Franziska Preuß: "Wenn ich jetzt mal einen Schnupfen habe oder auch mal eine Woche krank bin, dann ist das ganz normal und bringt nicht alle Pläne durcheinander."
Die zweimalige Weltmeisterin Preuß hatte vor einem halben Jahr nach den Olympischen Winterspielen in Italien ihre erfolgreiche, aber auch wechselhafte Karriere beendet.
Danach habe sie "viele organisatorische Dinge erledigen müssen, habe zwei Praktika gemacht und viel mit Freunden und Familie unternommen. Die Zeit ist unheimlich schnell vergangenen", erzählte sie.
Preuß hatte 2025 den Gesamtweltcup gewonnen und war auch zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gekürt worden. Das Gesamtfazit ihrer Karriere sei "natürlich positiv. Aber dadurch, dass ich auch die negativen Seiten gut kenne, macht es die Erfolge für mich in der Rückschau unspektakulärer", sagte Preuß.
