Wieder auf dem Eis: WM-Hoffnungsträger Seider testet, "was der Körper macht"

Seider ist zurück auf dem Eis
Seider ist zurück auf dem EisRick Osentoski-Imagn Images via Reuters Connect

Nach vielen prominenten Absagen hofft Bundestrainer Harold Kreis bei der WM auf Moritz Seider. Doch der NHL-Verteidiger ist noch angeschlagen.

Als die deutschen Eishockey-Nationalspieler neun Tage vor dem WM-Start zum ersten Training in Mannheim aufs Eis gingen, war auch Moritz Seider dabei. Und Bundestrainer Harold Kreis schaute genau hin – denn sein größter Hoffnungsträger ist noch angeschlagen. Die bange Frage: Wird der NHL-Verteidiger rechtzeitig fit?

"Es hängt natürlich davon ab, was der Körper macht", sagte der 25-Jährige, der nach dem Verpassen der Playoffs mit den Detroit Red Wings frühzeitig nach Deutschland gereist war, zuletzt bei MagentaSport.

In Mannheim, wo er 2017 bei den Adlern mit 16 sein Profidebüt gegeben hatte, ist Seider seit Ende April in der Reha. Eine "kleine Verletzung", die während der Saison "sehr klein gehalten" wurde, habe sich "als größer entpuppt", verriet er.

Seider muss sich erst vollständig erholen
Seider muss sich erst vollständig erholenRick Osentoski-Imagn Images via Reuters Connect

WM-Entscheidung fällt nach letztem Testspiel

Ob er bei der Generalprobe am Sonntag (17 Uhr/MagentaSport) gegen Olympiasieger und Weltmeister USA in der SAP Arena auflaufen kann, ist noch ebenso fraglich wie seine sechste WM-Teilnahme ab dem 15. Mai in der Schweiz.

Dass er "immer gerne für die Nationalmannschaft spielen" würde, steht außer Frage. Schon mit 18 - vor seinem NHL-Draft - gab er sein WM-Debüt im A-Team, vor dem Silbercoup 2023 sagte er wegen diverser Blessuren eigentlich ab, ließ sich aber doch überreden mitzuspielen und wurde am Ende ins All-Star-Team gewählt.

Lediglich 2024 fehlte der NHL-Star wegen ungelöster Versicherungsfragen, weil sich die Vertragsverhandlungen mit Detroit hinzogen. Im vergangenen Jahr war er sogar Kapitän. "Es ist am Ende seine Entscheidung", sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast, sie werde "nach dem USA-Spiel fallen".