"Joti Chatzialexiou ist ein ausgewiesener Fachmann, den ich seit vielen Jahren kenne und schätze", sagte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann, der den neuen Sportchef mit einem Vertrag bis Juni 2030 ausgestattet hat. Der Rückkehrer verfüge "über ein hervorragendes Netzwerk, große Erfahrung in der Entwicklung sportlicher Strukturen und ein klares Verständnis für die Anforderungen des modernen Profifußballs".
Das hatte Chatzialexiou beim Club nachgewiesen. Finn Jeltsch brachte 9,5 Millionen Euro, Can Uzun 13 Millionen. Stefanos Tzimas wurde geliehen, gekauft und mit einem Millionengewinn verkauft. Bemerkenswerte Zahlen, ab dem nächsten Jahr soll der "Transfer-Magier" diese Kräfte in seiner Geburtsstadt wirken lassen. "Die Anfrage aus Frankfurt ist für mich eine ganz besondere, da es sich um meinen Heimatverein handelt", betonte Chatzialexiou, der seinen Vertrag beim FCN erst im August mit eben jener Eintracht-Klausel verlängert hatte: "Andernfalls hätte ich nicht darüber nachgedacht, den Club zu verlassen."
Millionen-Transfers in Nürnberg: Chatzialexiou als "Mini-Krösche"
Am Sonntag konkretisierte Chatzialexiou den Ablauf. "Es war eine emotionale Entscheidung, die ich treffen musste. Frankfurt ist schon etwas Besonderes für mich", sagte er bei Sky: "Es ist ein kurzes Zeitfenster mit einer Riesendynamik gewesen."
Nach Krösches Abgang suchten die Frankfurter einen neuen Entwicklungsspezialisten - und fanden ihn nun recht schnell. In den vergangenen Jahren hatte sich Chatzialexiou bei den Franken einen Ruf als "Mini-Krösche" erarbeitet. Krösche war es gelungen, bei der Eintracht jahrelang Spieler mit Potenzial für recht kleines Geld zu verpflichten und sie enorm gewinnbringend weiterzuverkaufen.
Mit Flashscore zur Bundesliga-Saison 2026/27 immer auf dem Laufenden bleiben!
Der Bundesliga-Tracker zum aktuellen Spieltag | Verletzungen & Sperren | Zur Bundesliga-Page
Bei Nürnberg fallen vier der fünf teuersten Verkäufe in die kurze Ära Chatzialexiou, der dort erst im Mai 2024 das Ruder übernahm. Zuvor war er jahrelang in diversen Positionen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) tätig. Trainer Miroslav Klose stellte er nun eine Mannschaft zusammen, die aktuell um den Aufstieg spielt.
Datenexperte entdeckt Zoma – nun soll Frankfurt profitieren
Die Eintracht kennt der gebürtige Frankfurter bestens, dort war er einst acht Jahre lang Jugendtrainer. Mit dem Verkauf von Starspieler Uzun an die SGE machte er kurz nach seinem Amtsantritt beim FCN für Zweitligaverhältnisse ein Vermögen. Bei Rekordabgang Tzimas bewies er Geschick: Erst zog der FCN die Kaufoption und zahlte knapp 22 Millionen an PAOK, dann gab er den Griechen für 26,5 Millionen an Brighton & Hove Albion weiter.
Das neueste Meisterstück des bekennenden Daten-Fanatikers heißt Mohamed Ali Zoma. Den Italiener holte Chatzialexiou aus der Serie C von UC AlbinoLeffe für 1,5 Millionen Euro. Sieben Tore in acht Spielen gelangen dem Angreifer diese Saison, es folgte eine Nominierung für die italienische Nationalmannschaft - inzwischen wird Zomas Marktwert auf 20 Millionen Euro taxiert.
Dasselbe Finanzgeschick will Chatzialexiou ab Februar bei der Eintracht unter Beweis stellen - die Klausel soll dabei nur der Anfang gewesen sein.
