Demnach habe der Präsident des Weltverbandes ohne Absprache mit den Mitgliedsverbänden Gespräche geführt, den am Widerstand von Fans, Vereinen und Nationalverbänden gescheiterten europäischen Abspaltungswettbewerb "FIFA Super League" zu nennen. Es sei eine mindestens zwölfjährige Partnerschaft zwischen der FIFA und der Super League vorgesehen gewesen. Außerdem habe ein Joint Venture vorgeschlagen werden sollen, das deren kommerzielle Aktivitäten geleitet hätte.
Teil der Pläne sei auch ein "globaler Klubwettbewerb" als Variante der erweiterten FIFA-Klub-Weltmeisterschaft gewesen, der direkt mit der Super League verknüpft werden sollte. Außerdem lege das Term Sheet dar, dass die Mitgliedsverbände bei der Durchsetzung von Plänen zur Reduzierung der Anzahl der Länderspielfenster außen vorgelassen werden sollten. Gleichzeitig würden dem Weltverband durch eine "Golden Share" besondere Führungs- und politische Rechte eingeräumt.
Infantino habe laut Guardian zu einer Reihe von FIFA-Mitarbeitern gehört, die an dem Projekt beteiligt waren und soll über dessen Fortschritt umfassend informiert gewesen sein. Ein Term Sheet ist zwar nicht bindend, stellt jedoch in der Regel den Vorläufer eines endgültigen Vertrags dar. Es sei allerdings unklar, ob Infantino und die FIFA ihre Rolle in dem Projekt über die Phase des Term Sheets hinaus weiterverfolgt haben.
