Christoph Baumgartner verbringt das Trainingslager von RB Leipzig im Salzburger Land zwar gemeinsam mit der Mannschaft, auf dem Platz muss sich der ÖFB-Teamspieler aber weiterhin mit individuellen Einheiten begnügen. Nach seiner Sehnenverletzung, die ihn um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft brachte, steht für den 27-Jährigen der langfristige Aufbau im Vordergrund.
Trotz der eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten war es Baumgartner wichtig, die Mannschaft nach Saalfelden zu begleiten. "Hier geht es nicht nur um Training, sondern auch um Gruppendynamik, etwas als Mannschaft zu entwickeln. Da sehe ich mich schon als wichtigen Teil, deswegen wollte ich unbedingt dabei sein", erklärte der Offensivspieler gegenüber dem kicker.
Erste Fortschritte nach der Operation
Mit seiner Rehabilitation zeigt sich Baumgartner zufrieden. "Bis jetzt läuft es sensationell gut, wir sind super im Plan", sagte der Leipziger, der inzwischen wieder mit Lauftraining begonnen hat. Nach den ersten Wochen der Reha habe er gelernt, selbst kleine Fortschritte besonders zu schätzen.
"Wenn du das erste Mal nach zwei Monaten wieder laufen kannst, dann sagst du: Richtig geil", meinte Baumgartner. Dinge wie Laufen oder den Ball am Fuß zu haben würden erst dann richtig wertvoll.

WM-Aus bleibt schmerzhafte Erinnerung
Die Enttäuschung über die verpasste Weltmeisterschaft beschäftigt den ÖFB-Teamspieler zwar noch, inzwischen richtet sich sein Fokus aber vollständig nach vorne. Direkt nach der Verletzung sei die Situation besonders schwierig gewesen. "Die ersten zwei, drei Tage waren richtig beschissen. Der Traum, den ich 26 Jahre lang hatte, war geplatzt", erinnerte sich Baumgartner an die ersten Tage nach der Diagnose.
Mittlerweile überwiegt jedoch der Optimismus. Sein Ziel sei es, körperlich stärker zurückzukehren als vor der Verletzung. Einen konkreten Zeitpunkt für sein Comeback möchte der Leipziger aber noch nicht nennen. "Ich mache mir da zeitlich keinen großen Stress", betonte Baumgartner.
