Kapfenberg – Wels: Erster Titel wird vergeben
Die neue Saison beginnt gleich mit einem echten Kracher. Die Bulls Kapfenberg empfangen die Flyers Wels. Das Duell zählt nicht nur als erstes Meisterschaftsspiel, sondern entscheidet gleichzeitig über den Supercup.
Kapfenberg geht als amtierender Meister in die neue Spielzeit. In der vergangenen Saison drehten die Bulls in der Finalserie gegen Oberwart einen 0:2-Rückstand und holten noch ihren achten Meistertitel. Trainer Klym Artamonov konnte einen Großteil des Meisterkaders halten. Unter anderem blieben Spielmacher Vitalii Zotov und Kapitän Nemanja Krstic. Dazu kamen vier US-Importspieler sowie Nationalteamcenter Daniel Köppel, der aus Oberwart in die Steiermark wechselte.
Wels geht dagegen nach einem größeren Umbruch in die Saison. Der Cupsieger setzt auf einen Importspieler weniger und auf der Pointguard-Position erstmals ausschließlich auf österreichische Akteure. Trainer Sebastian Waser sieht sein Team gegen den Meister deshalb in der Außenseiterrolle. Die Oberösterreicher wollen dennoch gleich zum Auftakt zeigen, dass nach den Cupsiegen 2024 und 2026 auch mit dem neu formierten Kader zu rechnen ist.
Klosterneuburg – Eisenstadt: Zwei Teams mit neuem Gesicht
Für die BK Dukes beginnt die Saison mit einem Heimspiel gegen die Eisenstadt Dragonz. Klosterneuburg musste kurz vor Saisonbeginn einen schweren Rückschlag verkraften. Nationalspieler Sylven Landesberg beendete verletzungsbedingt seine Karriere. Die Dukes wollen den Ausfall mit dem bestehenden Kader auffangen und gehen mit einer deutlich jüngeren Mannschaft in die neue Spielzeit. Damit dürfte sich auch der Spielstil verändern.
Eisenstadt möchte hingegen nach einer schwierigen Vorsaison wieder einen Schritt nach vorne machen. Trainer Edgar Nubiola steht eine breitere Rotation zur Verfügung, die bis zu zehn Spieler umfassen kann. Zum Auftakt müssen die Burgenländer allerdings auf Nationalspieler Lukas Hahn verzichten. Der Guard fällt mit einer Knöchelverletzung aus.
Kufstein – Graz: Historisches Heimdebüt für die Towers
24 Jahre musste Tirol auf die Rückkehr in Österreichs höchste Basketball-Spielklasse warten. Am Samstag ist es so weit. Die Kufstein Towers feiern gegen UBSC Graz ihre Premiere in der Basketball Superliga.
Kufstein erreichte in der vergangenen Saison das Halbfinale der Basketball Zweite Liga und erhielt anschließend eine Wildcard für das Oberhaus. Sieben Neuzugänge sollen den Kader erstligatauglich machen. Eine konkrete Playoff-Vorgabe gibt es dennoch nicht. „Wir wollen mit einer gewissen Unbekümmertheit reingehen und insgesamt ‚competitive‘ sein. Es gilt, die gesamte Saison über gut zu trainieren und stabil zu sein, um es den anderen Teams – vor allem in Kufstein – so unangenehm wie möglich zu machen“, so Sportdirektor Fabio Thaler.
Auch in Graz gab es im Sommer Veränderungen. Der UBSC möchte sich in den kommenden Jahren zu einem der führenden Teams der Liga entwickeln. Unter Head Coach Ervin Dragsic setzt Graz erneut auf mehrere US-Legionäre, gleichzeitig soll die Entwicklung österreichischer Talente vorangetrieben werden. Kufsteins historische Heimpremiere liefert damit gleich einen interessanten ersten Gradmesser.
Traiskirchen – Vienna: Junge Wiener vor erster Bewährungsprobe
Zum Abschluss des Samstags empfangen die Traiskirchen Lions den BC Vienna. Die Wiener gehören vor Saisonbeginn zu den großen Unbekannten der Liga. Der zweifache Meister ist heuer gleich in drei Bewerben vertreten und spielt neben der BSL auch in der Adriatic League und im FIBA Europe Cup.
In der heimischen Meisterschaft soll unter dem neuen Trainer Dragan Bajic vor allem eine junge Mannschaft zum Einsatz kommen. Der Kern besteht aus U19-Spielern, im Laufe der Saison sollen aber auch Akteure aus dem ABA-League-Kader aushelfen.
Traiskirchen setzt dagegen verstärkt auf österreichische Qualität. Mit Nationalteamspieler Edi Patekar, Nate Kress und Mathias Mailath-Pokorny kamen gleich mehrere heimische Akteure hinzu. Gemeinsam mit Center-Talent Erik Dietz sollen sie dafür sorgen, dass die Lions zum Auftakt vor eigenem Publikum anschreiben.
Gmunden – Oberwart: Vizemeister startet beim Traditionsklub
Abgeschlossen wird die erste Runde am Sonntag mit dem Duell zwischen den Swans Gmunden und Vizemeister Gunners Oberwart.
Bei den Burgenländern blieb nach der bitteren Finalniederlage gegen Kapfenberg kaum ein Stein auf dem anderen. Mit Daniel Köppel, Jonathan Knessl und Patekar verließen drei österreichische Stammspieler den Klub. Auch sämtliche Legionärspositionen wurden neu besetzt. Mit Sebastian Käferle, Renato Poljak und Florian Köppel blieb allerdings eine wichtige heimische Achse erhalten.
Auch in Gmunden beginnt eine neue Ära. Stefan Grassegger übernahm das Traineramt und möchte sportlichen Erfolg mit der Weiterentwicklung der Spieler verbinden. Nach Arbeiten an Boden und Beleuchtung während des Sommers soll auch die Halle für den Saisonauftakt bereit sein. Damit wartet zum Abschluss der ersten Runde gleich ein erster Härtetest auf den neu formierten Vizemeister. Während Oberwart zeigen will, dass man trotz des Umbruchs erneut zur nationalen Spitze gehört, möchten die Swans vor eigenem Publikum mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison starten.
Der SKN St. Pölten hat in der ersten Runde spielfrei. Alle fünf Begegnungen werden live auf basketballaustria.tv übertragen, das Supercup-Duell zwischen Kapfenberg und Wels ist zusätzlich am Samstag ab 14:00 Uhr auf ORF Sport+ und ORF ON zu sehen.
