Die ADMIRAL Frauen Bundesliga geht am Wochenende in ihre achte Runde. Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen Tabellenführer Sturm Graz und Meister Austria Wien. Beide Teams waren unter der Woche international gefordert. Dahinter möchte St. Pölten gegen Blau-Weiß Linz seine starke Liga-Saison fortsetzen. Rapid und Salzburg treffen erstmals in der Bundesliga aufeinander.
Wölfinnen zurück im Liga-Alltag
Der SKN St. Pölten eröffnet die achte Runde mit einem Heimspiel gegen den FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen. Die Rollen sind auf dem Papier klar verteilt. Die Niederösterreicherinnen liegen auf Rang zwei, die Gäste aus Oberösterreich auf dem vorletzten Platz.
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St. Pölten musste unter der Woche allerdings einen Rückschlag hinnehmen. Im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde des Women’s Europa Cup setzte es zu Hause gegen Malmö FF eine 0:2-Niederlage. In der Bundesliga läuft es für die Wölfinnen hingegen deutlich besser.
Blau-Weiß kann ausgeruht in die NV Arena reisen. Mut dürfte den Linzerinnen zudem das letzte Aufeinandertreffen im Hofmann Personal Stadion machen. Dort hielten sie lange dagegen und mussten sich St. Pölten erst mit 0:2 geschlagen geben.

Direktes Duell im Tabellenmittelfeld
Eine Premiere gibt es zeitgleich in Hütteldorf. Der SK Rapid trifft erstmals in der ADMIRAL Frauen Bundesliga auf den RB Salzburg.
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Die beiden Teams liegen auch in der Tabelle eng beisammen. Salzburg geht als Sechster in die Runde, Rapid folgt mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz sieben. Beide Mannschaften sind bislang allerdings hinter ihren Erwartungen geblieben.
Die Hütteldorferinnen konnten zuletzt zumindest ihren historischen ersten Bundesliga-Sieg feiern. Gegen den LASK sorgte Joker Lana Khalaf mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten für einen 2:1-Erfolg. Salzburg wartet hingegen bereits seit mehreren Runden auf einen vollen Erfolg. Einen kleinen Fingerzeig für das erste Pflichtspielduell lieferte ein Test im August 2025: Damals setzte sich Rapid mit 3:0 durch.

Wer holt den zweiten Saisonsieg?
Auf der Hohen Warte treffen zwei Mannschaften aufeinander, die dringend einen Sieg benötigen. Sowohl die Vienna als auch der LASK konnten in dieser Saison erst einmal drei Punkte holen.
Zum Match-Center: First Vienna FC 1894 vs. LASK
Die Wienerinnen sammelten allerdings bereits vier Unentschieden und liegen dadurch zwei Punkte vor den Linzerinnen. Zuletzt musste die Vienna gegen St. Pölten eine 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Damit endete eine saisonübergreifend 15 Spiele andauernde Ungeschlagen-Serie in der Liga.
Die direkten Duelle der vergangenen Saison versprechen Spannung. Zweimal setzte sich die Vienna mit 3:2 durch, einmal jubelte der LASK. Ausgerechnet auf der Hohen Warte feierten die Oberösterreicherinnen einen 2:0-Auswärtssieg.
Formstarke Gäste im Osten
Der Sonntag beginnt mit dem Ost-West-Duell zwischen der SPG Südburgenland/TSV Hartberg und dem SCR Altach.
Zum Match-Center: SPG Südburgenland/TSV Hartberg vs. SCR Altach
Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher kaum sein. Altach holte aus den vergangenen vier Ligaspielen drei Siege und ein Unentschieden und arbeitete sich damit in der Tabelle kontinuierlich nach vorne. Der Rückstand auf die drittplatzierte Austria beträgt nur noch drei Punkte.
Südburgenland/Hartberg musste dagegen zuletzt eine empfindliche 1:9-Niederlage bei St. Pölten verkraften. Hoffnung auf ein Spektakel machen zumindest die direkten Duelle der Vorsaison. In drei Partien fielen insgesamt 23 Treffer. Altach gewann zweimal mit 6:3 beziehungsweise 6:2, das dritte Aufeinandertreffen endete 3:3.

Meister fordert Tabellenführer
Das Beste kommt zum Schluss: Tabellenführer Sturm Graz empfängt Meister Austria Wien zum Topspiel der achten Runde. Für beide Mannschaften endet damit eine intensive Woche auf internationaler Bühne.
Zum Match-Center: SK Sturm Graz vs. Austria Wien
Sturm musste im Women’s Europa Cup beim VfL Wolfsburg Lehrgeld bezahlen. Die Grazerinnen verloren beim deutschen Spitzenklub mit 1:6. Deutlich näher an einer Überraschung war die Austria bei ihrem Champions-League-Debüt. Die Wienerinnen hielten beim englischen Topklub Chelsea stark dagegen und mussten sich nur mit 0:1 geschlagen geben. Modesta Uka traf in der Schlussphase sogar die Stange.
In der Liga steht vor allem die Austria unter Zugzwang. Die Veilchen liegen bei einem Spiel weniger sechs Punkte hinter Tabellenführer Sturm. Die Grazerinnen präsentieren sich bislang besonders defensiv stabil und haben erst vier Gegentreffer kassiert.
Die Bilanz der vergangenen Saison spricht dagegen klar für die Wienerinnen. Alle vier Liga-Duelle gingen an die Austria – mit 1:0, 2:0, 3:1 und 2:1. Auch im Cup-Halbfinale behielt der spätere Meister mit 2:0 die Oberhand.
Sturm hat damit die Chance, erstmals seit längerer Zeit wieder ein direktes Duell mit den Veilchen für sich zu entscheiden und gleichzeitig seine Position an der Tabellenspitze zu festigen. Die Austria benötigt dagegen Punkte, um den Abstand nach ganz vorne nicht weiter anwachsen zu lassen.
