Seit 1973, also mehr als 50 Jahre, warten die Knickerbockers in der Basketball-Profiliga schon auf ihren dritten Titel. In dieser Woche könnte es so weit sein, es steht 2:0 in der Best-of-seven-Serie gegen die San Antonio Spurs, und nun kommen zwei Heimspiele. Die Stadt ist natürlich in heller Aufregung, und inmitten diese platzte die Nachricht vom Sonntag. Das Public Viewing wurde abgesagt.
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"Diese Maßnahme ist in enger Abstimmung mit dem Secret Service aufgrund des Besuchs des Präsidenten erfolgt", hieß es in einer Mitteilung des New York Police Department gut 24 Stunden vor dem dritten Finale. Man gehe aber "davon aus, dass die Watchparty am Madison Square Garden bei Spiel 4 wieder stattfinden wird". Erstmal positiv, denn im besten Fall könnten sich die Knicks am Mittwoch (Ortszeit) zum Champion krönen.
ESPN-Reporter schimpft über Trump
Doch wer weiß, ob der gebürtige New Yorker Trump nicht noch einmal kommt. Es wäre schlimm für die Fans, denn die günstigsten Tickets im MSG liegen bei 8000 Dollar. Da bleibt für die meisten nur eine der Watchparties als Alternative. Es gibt weitere am Wollmann Rink im Central Park und im Brooklyn Bowl, aber natürlich ist die vor der Arena besonders beliebt.
Dass sie ausfällt, sorgt für Ärger. Nicht nur bei ESPN-Reporter Stephen A. Smith. "Ich will ihn dort nicht haben", sagte der Journalist zum Trump-Besuch: "Es hat nichts mit Politik zu tun. Es hat alles mit ihm zu tun, der Störungen verursacht und gleichzeitig zum Chaos beiträgt, das im Madison Square Garden herrschen wird." Denn er erwarte eine Atmosphäre, "wie ich sie in meiner gesamten Karriere als Sportreporter noch nie gesehen habe".
Am Freitag waren auf dem Platz zwischen der 33. und 34. Straße beim Public Viewing rund um Spiel 2 allerdings auch mehr als zwei Dutzend Fans festgenommen worden. Das dürfte in die Entscheidung zur Absage zumindest mit eingeflossen sein.
Weitere Planänderungen für Fußball-WM?
Trump hatte zuletzt die Einladung des Knicks-Eigentümers James Dolan zu Spiel angenommen. Auch Bürgermeister Zohran Mamdani, ein Demokrat, wird erwartet. Der Frage, ob Fans den Republikaner Trump ausbuhen sollten, wich er aus. "Eine der Lektionen, die ich gelernt habe, lautet: Gib anderen Knicks-Fans keine Ratschläge. Sie werden ihre eigenen Entscheidungen treffen."
Bei der Fußball-WM dürfte es in den kommenden Wochen sicher häufiger Einschnitte wegen Sicherheitsfragen um Trump geben. Der Präsident wird das Heimturnier zur Selbstinszenierung nutzen, es sei an die Auslosung und an sein kumpelhaftes Verhältnis zu FIFA-Boss Gianni Infantino erinnert. Stichwort Friedenspreis. Den gebeutelten Fans der Knicks hilft aber nicht, dass auch andere leiden müssen.
