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Nach Vorstellung von Superstar LeBron James: Holen die 76ers nun den NBA-Titel?

LeBron James wird bei den 76ers dieselbe Nummer tragen wie zuvor bei den Lakers.
LeBron James wird bei den 76ers dieselbe Nummer tragen wie zuvor bei den Lakers.Gary A. Vasquez / Imagn Images

Die Philadelphia 76ers haben dem 41-jährigen Basketball-Superstar LeBron James den roten Teppich ausgerollt. James wechselt nach acht Jahren bei den Los Angeles Lakers nach Philadelphia, wo er weiterhin die gewohnte Rückennummer 23 tragen wird. Teambesitzer Josh Harris würdigte James als einen der größten Spieler der NBA-Geschichte sowie als einen der besten Athleten aller Zeiten. Auch 76ers-Präsident Mike Gansey betonte den enormen Einfluss des viermaligen NBA-Champions auf die Organisation.

Mit seiner 23. NBA-Saison wird der "King" nach Stationen in Miami, Cleveland und Los Angeles einen weiteren Rekord aufstellen. Nachdem Philadelphia in den vergangenen Conference-Halbfinals mit 0:4 gegen die New York Knicks unterlag, hat das Management den Kader vor der Saison 2026/27 tiefgreifend umgestaltet. Neben LeBron James verstärken nun auch Jaylen Brown, Dean Wade, Anfernee Simons, Kentavious Caldwell-Pope und Labaron Philon Jr. das Team.

Im Gegenzug verließen unter anderem Paul George, Quentin Grimes, Kelly Oubre Jr. und Andre Drummond die Franchise. Der stark aufgerüstete Kader soll nun die lange Durststrecke der Philadelphia 76ers beenden, die seit 1983 auf eine NBA-Meisterschaft warten.

In der voraussichtlichen Starting Five bringt die Mannschaft geballte individuelle Klasse zusammen. Neben James, der in der vergangenen Saison bei den Lakers durchschnittlich 20,9 Punkte, 6,1 Rebounds und 7,2 Assists erzielte, stehen Point Guard Tyrese Maxey, Guard VJ Edgecombe, Small Forward Jaylen Brown und Center Joel Embiid auf dem Feld.

Insbesondere Tyrese Maxey könnte von den Neuzugängen profitieren, da er als primärer Spielgestalter Entlastung erhält und im Verbund mit James, Brown und Embiid eine herausragende Offensive aufbauen kann.

Auch Hukporti soll mithelfen

Zusätzlich zur prominenten Startaufstellung verfügt Philadelphia über eine namhafte Kadertiefe. Power Forward Dean Wade zeichnet sich durch starke defensive Qualitäten sowie Treffsicherheit aus der Distanz aus, während Anfernee Simons als explosiver Scorer von der Bank dienen kann.

Kentavious Caldwell-Pope, der bereits 2020 gemeinsam mit James den Titel gewann, übernimmt die Rolle des bewährten „Three-and-D“-Spezialisten. Ergänzt wird das Aufgebot durch Erstrunden-Pick Labaron Philon Jr. sowie die physisch agierenden Big Men Adem Bona aus der Türkei und Ariel Hukporti aus Deutschland.

Trotz der hohen Ansammlung an Talent offenbart die Zusammensetzung der Mannschaft auch potenzielle Abstimmungsprobleme. Keiner der fünf vorgesehenen Starter ist ein ausgewiesener Defensivspezialist, was Bedenken hinsichtlich der Stabilität aufwirft.

Philly geht "All In"

Zudem ähneln sich die Spielstile von LeBron James und Jaylen Brown stark, da beide den Ball benötigen und in der vergangenen Saison jeweils unter 35 Prozent ihrer Dreier trafen. Auch das Zusammenspiel mit Joel Embiid wirft Fragen auf, da Embiid bevorzugt aus dem Post oder der Mitteldistanz agiert, während James historisch am effektivsten mit dynamischen Abrollern zum Korb harmonierte.

Die Verpflichtung von LeBron James verleiht den Philadelphia 76ers zweifellos enorme Qualität und Kadertiefe. Ob der Kader jedoch harmonisch zusammenpasst, bleibt die zentrale Frage, da es an klassischen Rollenspielern in der Startformation fehlt. Wenn das Trainerteam und die Stars diese Abstimmungsprobleme lösen können, besitzen die 76ers jedoch alle Voraussetzungen, um um die NBA-Meisterschaft mitzuspielen.