Der 20-Jährige hatte den Medientag auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez wegen eines Virus verpasst. In der Startaufstellung rückt er jedoch auf den vierten Platz vor, da der vierfache Weltmeister Max Verstappen (Red Bull) eine Strafversetzung hinnehmen muss.
Die Ausgangslage für Antonelli ist komfortabel: Ein neunter Platz reicht ihm bereits zum Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft. Es wäre der erste Titel für Italien seit Alberto Ascari 1953 auf Ferrari. Das gilt unabhängig davon, ob einer seiner verbliebenen Titelrivalen siegt: sein Mercedes-Teamkollege George Russell oder der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton im Ferrari.
Antonelli mit "großen Problemen" im Qualifying
Hamilton startet am Sonntag von seiner rekordverdächtigen 105. Poleposition, seiner ersten überhaupt im Ferrari-Dress. Neben ihm in der ersten Startreihe steht Russell. Im WM-Kampf liegen Hamilton und Russell allerdings 124 bzw. 123 Punkte hinter Antonelli zurück.
"Ich hatte am Samstag in Q3 große Probleme, ein gutes Gefühl für die Reifen aufzubauen", räumte Antonelli ein. "Das Vertrauen war einfach nicht da und ich war spürbar angespannt, das muss ich offen zugeben."
Er ergänzte selbstkritisch: "Es war eine schwache Runde mit etlichen Fehlern. Aber am Ende stehe ich trotzdem auf P4, und für das Rennen ist noch alles drin. Es war bisher absolut kein einfaches Wochenende und ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent. Der Gedanke an das, was bevorsteht, ist natürlich da, und ich bin definitv nervöser als sonst."
