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2. Bundesliga: Debakel für Magdeburg – Heidenheim und KSC siegen, Lilien mit Comeback

Magdeburgs Nollenberger versteckt das Gesicht unter dem Trikot, während Braunschweig jubelt
Magdeburgs Nollenberger versteckt das Gesicht unter dem Trikot, während Braunschweig jubeltČTK / DPA / Julius Frick

Eiskalt an die Spitze: Eintracht Braunschweig hat mit einem Kantersieg beim 1. FC Magdeburg vorerst die Tabellenspitze der 2. Bundesliga erobert. Nach einer denkwürdigen ersten Halbzeit hieß es am Ende 6:1 (4:0) für die klar überlegenen Gäste. Kurios: Auch im Vorjahr war die Eintracht mit einem Sieg in Magdeburg gestartet, damals hieß es aber "nur" 1:0. Alles zur ersten Samstagkonferenz der 2. Liga findest du hier.

Magdeburg vs. Braunschweig 1:6 (0:4)

Zur Pause war die Begegnung quasi entschieden: Aaron Opoku (15.), Jan Urbich (21./26.) und Mehmet Can Aydin (44., Foulelfmeter) stellten auf 4:0, zudem sah Magdeburgs Herbert Bockhorn (32.) wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Im zweiten Durchgang traf zunächst auch Magdeburg durch Mateusz Zukowski (49.), doch Samuele Di Benedetto (50.) und Florian Flick (61.) antworteten prompt.

Bereits zur Pause lag Magdeburg mit 0:4 zurück
Bereits zur Pause lag Magdeburg mit 0:4 zurückJulius Frick / DPA / dpa Picture-Alliance via AFP / Profimedia

In Magdeburg ging die Begegnungen mit einer Verzögerung los, weil eines der Tornetze mit Kabelbindern fixiert werden musste. Danach war es dann die FCM-Abwehr, die enorme Löcher zeigte. Allen voran der von Borussia Mönchengladbach ausgeliehene Urbich war nicht zu stoppen, die 23.500 Fans rieben sich zur Pause verwundert die Augen.

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Der FCM war nach einem großen Umbruch mit zehn Zugängen und 15 Abgängen zuversichtlich in die Saison gegangen, die Vorbereitung lief glänzend. Doch Braunschweig konnte schon im zweiten Durchgang einen Gang zurückschalten. Für den FCM setzte sich damit eine schwarze Serie fort: Auch in seiner siebten Zweitliga-Saison gelang Magdeburg zum Start kein Sieg.

Match-Center: 1. FC Magdeburg vs. Eintracht Braunschweig

Darmstadt vs. Kiel 2:2 (0:2)

Holstein Kiel hat einen möglichen Traumstart in die neue Zweitliga-Saison verspielt. Der argentinische Zugang Guillermo Balzi (9.) und Phil Harres (42.) bescherten Holstein-Trainer Tim Walter und seiner Mannschaft am Samstag eine 2:0-Halbzeitführung bei Darmstadt 98 - doch die Gastgeber erkämpften sich noch ein 2:2.

Darmstadt kam nach Rückstand zurück
Darmstadt kam nach Rückstand zurückFlashscore

Balzi, ausgebildet beim einstigen Messi-Klub Newell's Old Boys, vollendete einen Konter nach einem schlimmen Fehlpass von Darmstadts Innenverteidiger Aleksandar Vukotic. Danach bemühten sich die zunächst noch gleichwertigen Gastgeber um einen schnellen Ausgleich, aber Lance Duijvestijn (22.) traf aus Abseitsposition.

Kiel hatte das Spiel anschließend recht souverän im Griff. Noch vor der Pause erzielte Harres das 2:0 (42.), was er mit einem fulminanten Salto feierte. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gäste lange spielbestimmend.

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Darmstadt hatte nach den Abgängen von Fraser Hornby (zum VfL Wolfsburg) und Isac Lidberg (zu Borussia Mönchengladbach) hingegen lange große Probleme, sich Torchancen zu erspielen: Erst Lee Ho-jae (76.) traf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Zudem patzte die Abwehr mehrfach, aber ausgerechnet Vukotic, der das 0:1 verschuldet hatte, erzielte den Ausgleich (86.).

Zum Match-Center: Darmstadt 98 vs. Holstein Kiel

Heidenheim vs. Osnabrück 4:3 (3:2)

Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim findet sich in der 2. Liga sofort wieder zurecht. Der FCH gewann sein turbulentes Auftaktspiel gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück am Samstag mit 4:3 (3:2) und sortierte sich wie gewünscht gleich oben in der Tabelle ein.

So lief das Spiel
So lief das SpielFlashscore

Für Frank Schmidt, der in seine 20. Saison als FCH-Trainer geht, begann das Spiel traumhaft. Budu Siwsiwadse (10.) erzielte früh das 1:0 und dann auch umgehend das 2:0 (15.) - aber sein zweites Tor wurde wegen einer Abseitsposition zurückgenommen.

Costly war Spieler des Tages
Costly war Spieler des TagesFlashscore

Das eröffnete den Gästen die Chance, mit einer einzigen Aktion zurück ins Spiel zu finden: Niklas Wiemann verlängerte eine Hereingabe mit dem Kopf zum Ausgleich (23.). Sechs Minuten später aber schlug Marcel Costly (29.) wieder für Heidenheim zurück - und David Kopacz konterte sofort mit einem Traumschuss (34.).

Es war und blieb atemlos. Jan Schöppner (45.+2) brachte Heidenheim per Kopf ein drittes Mal in Führung, die diesmal auch bis zum Ende hielt. Marvin Pieringer (89.) legte sogar noch nach. Osnabrück allerdings bewies nicht nur wegen des dritten Tores durch Robin Meißner (90.+/Handelfmeter), dass es nach der besten Rückrunde der Drittliga-Geschichte auch eine Klasse höher mitspielen kann.

Match-Center: 1. FC Heidenheim vs. VfL Osnabrück

Karlsruhe vs. Bielefeld 2:1 (1:0)

Der Karlsruher SC hat das Duell der Trainer-Debütanten gegen Arminia Bielefeld gewonnen. Mit dem neuen Coach Maximilian Senft setzte sich der KSC in einem intensiven Spiel mit 2:1 (1:0) durch, die Arminia ging mit ihrem neuen Trainer Oliver Kirch leer aus. Der vom FC Basel ausgeliehene Moritz Broschinski (35./78.) traf doppelt, Marvin Mehlem (80.) verkürzte noch.

Das Momentum während der Partie
Das Momentum während der PartieFlashscore

"Wir wollen intensiv spielen und unbedingt unsere Fans mitnehmen", hatte der aus Ried geholte Österreicher Senft vor dem Spiel bei Sky gesagt. Der Nachfolger von Christian Eichner durfte nach einer guten halben Stunde erstmals jubeln: Broschinski schlug einen Haken und traf aus wenigen Metern Entfernung ins rechte untere Eck.

Die Akteure des Spiels
Die Akteure des SpielsFlashscore

Auf der Gegenseite haderte Kirch, als Nachfolger von Mitch Kniat vom Regionalligisten Borussia Mönchengladbach II geholt, mit dem Schicksal - alleine Jannik Rochelt (7./37.) scheiterte zweimal an der Latte. Auch nach der Pause war die Arminia gleichwertig, hatte aber Pech im Abschluss. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal turbulent.

Match-Center: KSC vs. Arminia Bielefeld