Die Partien des Tages
22:00 Uhr: Brasilien vs. Norwegen (FIFA WM 2026, Achtelfinale, live bei MagentaTV und in der Flashscore-Audioreportage - Kommentar: Stephan Gabele)
in der Nacht auf Montag, 2 Uhr: Mexiko vs. England (FIFA WM 2026, Achtelfinale, live bei MagentaTV)
WM 2026 LIVE
22:52 Uhr - HALBZEIT - Und dann ist Pause! Weiter warten wir auf den ersten Treffer, beide Mannschaften hatten Top-Gelegenheiten zur Führung. Das hier noch kein Tor gefallen ist, grenzt an ein mittelschweres Wunder. Nyland und Alisson hielten mehrfach stark gegen Vini Jr, Bruno Guimaraes bzw. Ödegaard und Haaland. Norwegen hat 65% Ballbesitz, Brasilien steht eher tief und wartet auf Konter. Nach der Trinkpause sind beide Teams aktiver geworden und haben das Visier weiter geöffnet.

22:48 Uhr - Top-Chance für Norwegen! Haaland macht einen langen Ball gegen beide brasilianischen Innenverteidiger fest und bringt beide mit beherztem Körpereinsatz allerdings ohne Foul zu Boden. Ödegaard sammelt den Ball auf und scheitert frei vor Alisson am brasilianischen Schlussmann!
22:26 Uhr - Trinkpause! Nach einem wilden Start mit Abseitstreffer und verschossenem Foulelfmeter hat sich das Spiel ein wenig beruhigt. Es bleibt jedoch weiter mehr als unterhaltsam!
22:14 Uhr - Vini überlässt Bruno Guimaraes den Elfmeter und der scheitert an Nyland! Der Brasilianer, der normalerweise nach unten links treffsicher unterwegs ist, entscheidet sich für die rechte Ecke. Nyland hat den Braten gerochen und kann den Ball zur Seite abwehren. Schwacher Elfmeter von Bruno Guimaraes: zu wenig Präzision, halbhoch und mit wenig Wucht.
22:11 Uhr - Ajer holt Cunha im Strafraum mit einer Grätsche von den Beinen, nach VAR-Eingriff gibt es Elfmeter! Vollkommen richtige Entscheidung, das hätte man aber auch auf dem Platz sehen können.

22:03 Uhr - Der Ball liegt im brasilianischen Tor, doch die Fahne ist hochgegangen. Haaland macht den Ball 30 Meter vor dem Tor fest, Sörloth startet über den rechten Flügel durch und wird in die Tiefe geschickt. Rechts im Strafraum legt er zurück an den Efmeterpunkt, wo Berg oben rechts einschießt - keine Chance für Alisson. Sörloth stand im Vorfeld allerdings knapp zwei Meter im Abseits. Der Treffer zählt zurecht nicht!
Es wäre das früheste Tor in Norwegens WM-Geschichte gewesen.
22:00 - ANSTOSS - Los geht's! Norwegen in den roten Trikots mit den weißen Hosen hat angestoßen, Brasilien agiert wie gewohnt in den gelben Jerseys mit blauen Hosen und weißen Stutzen.
21:54 Uhr - Beide Teams sind auf den Rasen gekommen, aktuell laufen die Hymnen. Die Stimmung im Stadion ist bereits jetzt herausragend, auf Fanseiten sind die Brasilianer klar in der Überzahl.
21:40 Uhr - STIMMEN - Carlo Ancelott ordnet seine Startelf und seinen erzwungenen Wechsel (Martinelli für Paqueta) auf dem linken Flügel am FIFA-Mikrofon ein: "Er hat es sich verdient. Es wird immer wieder Positionswechsel mit ihm und Vini Jr. geben. Gegen Paraguay in Quali hat er bereits dort gespielt und es stark gemacht!"
Auf seinen Kapitän muss Ancelotti in der Startformation noch verzichten: "Raphinha ist fast wieder fit, allerdings noch nicht für 90 Minuten! Wir werden ihn schon und ihn bringen, wenn wir ihn brauchen. Norwegen ist stärker im physischen Sinne als Japan, die Luftzweikämpfe werden spannend. Ich bin sehr zuversichtlich!"
21:11 Uhr - Der Sieger dieses Duells trifft auf den Sieger aus dem Spiel aus der Nacht. Mexiko und England sind die beiden Optionen für das Viertelfinale.
20:59 Uhr - Einmal standen sich Brasilien und Norwegen bislang bei WM-Turnieren gegenüber - und der fünffache Weltmeister kassierte dabei eine Pleite. 1998 unterlagen die Südamerikaner am 3. Vorrunden-Spieltag mit 1:2. Die Norweger sind in den letzten vier Pflichtspielen gegen Brasilien zudem ungeschlagen.
20:51 Uhr - DER SCHIEDRSICHTER - Ismail Elfath kommt zu seinem sechsten WM-Einsatz, dem dritten im laufenden Turnier. 2022 in Katar pfiff der 44-jährige US-Amerikaner unter anderem ein Spiel Brasiliens. Es war die sensationelle 0:1-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun (die Brasilien nicht wehtat und Kamerun nicht weiterhalf).
20:46 Uhr - Die Startelf der Brasilianer kommt auf ein reifes Durchschnittsalter von 29,3 Jahren. Es ist aber dennoch ihre jüngste im laufenden Turnier. Die der Norweger ist rund eineinhalb Jahre jünger (27,9).
20:38 Uhr - Sieben Spieler aus Brasiliens Startelf und fünf aus der der Norweger spielten in der abgelaufenen Saison in der Premier League. Geballte Qualität aus der besten Liga der Welt auf beiden Seiten.
20:30 Uhr - AUFSTELLUNGEN BRASILIEN VS. NORWEGEN - Im Vergleich zum Sieg im Sechzehntelfinale gegen Japan (2:1), muss Carlo Ancelotti einmal tauschen: Der verletzte Lucas Paqueta wird durch Gabriel Martinelli ersetzt. "Wir haben keinen anderen Spieler mit Paquetas Qualitäten", hatte Ancelotti bereits im Vorfeld der Partie erklärt. "Defensiv brauchen wir jemanden, der auf der linken Außenbahn aushelfen kann, so wie er es getan hat. Martinelli oder Danilo können diese Aufgabe übernehmen." Martinelli hat das Vertrauen für die Startformation erhalten.
Auch Norwegens Nationaltrainer Ståle Solbakken nimmt nach dem 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste im Sechzehntelfinale eine Änderung in seiner Startelf vor. Julian Ryerson hat seine Verletzung auskuriert und kehrt in die Anfangsformation zurück. Dafür muss Pedersen zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

18:42 Uhr - Unsicher, was dich heute Abend erwartet? Wir haben die Vorschau für dich:
17:49 Uhr - Mit neun Jahren saß Antonio Nusa fasziniert vor dem Fernseher und bewunderte die geschmeidigen Dribblings von Neymar. Seine erste intensive WM-Erinnerung war das dramatische 1:7 Brasiliens gegen Deutschland im Jahr 2014, bei dem er leidenschaftlich mit der Seleção mitfieberte – einzig wegen seines großen Idols. Am Sonntag wird der mittlerweile 21-jährige norwegische Flügelspieler im MetLife Stadium im WM-Achtelfinale 2026 seinem Kindheitsvorbild nun direkt auf dem Platz gegenüberstehen. Für Nusa, der schon früh den Spitznamen "norwegischer Neymar" verpasst bekam, geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung.
17:26 Uhr - Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der WM, doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale am Abend auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. "Jeder weiß, wie er spielt", sagte Trainer Carlo Ancelotti, "ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen." Mehr Infos
17:04 Uhr - Offensivspieler Raphinha steht Brasilien im Achtelfinale gegen Norwegen wieder zur Verfügung. Der Angreifer des FC Barcelona, der im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti (3:0) eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten hatte, kehrt am Abend (22.00 Uhr MESZ/MagentaTV und Flashscore-Audioreportage) in East Rutherford in den Kader der Selecao zurück. Mehr Infos

16:41 Uhr - Die Bitte war etwas ungewöhnlich. Doch als der norwegische Nationaltrainer Stale Solbakken gefragt wurde, wie er denn einem Texaner, der sich nur für Rodeos interessiere und keine Ahnung vom Fußball habe, Erling Haaland und Vinicius Júnior beschreiben würde, antwortete er: "Der eine ist eine Maschine, das sieht man, an seinen Aktionen und seiner Physis. Der andere ist vielleicht mehr eine Ballerina, die mit dem Ball tanzt."
16:18 Uhr - Das WM-Spiel zwischen Frankreich und Paraguay hat eine Diskussion neu entfacht, die schon lange unter der Oberfläche brodelt. Wer die Partie verfolgte, sah eine extrem harte Gangart der Südamerikaner, gespickt mit grenzwertigen Fouls und permanenten Provokationen. Das war kein Einzelfall: Schon in der Partie der gegen Deutschland wurde deutlich, dass diese destruktive Taktik Methode hat. Es stellt sich die dringende Frage: Erleben wir gerade eine besorgniserregende Zunahme von Unfairness im Weltfußball?
15:55 Uhr - Pavel Pardo wurde mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister und vertrat Mexiko bei zwei Weltmeisterschaften. Nachdem "El Tri" souverän das Achtelfinale erreicht hat, sprach der ehemalige Mittelfeldspieler exklusiv mit Flashscore über das aktuelle Turnier, den Aufstieg von Gilberto Mora, die Comeback-Geschichte von Raúl Jiménez und seinen eigenen Weg durch den deutschen Fußball. Zum Interview
15:32 Uhr - Mit bereits drei Treffern hat der gebürtige Kolumbianer Julián Quiñones Mexiko bei dieser Weltmeisterschaft in Ekstase versetzt. Pünktlich vor dem mit Spannung erwarteten Achtelfinal-Kracher gegen England in Mexiko-Stadt hat der Stürmer damit die ewige Debatte über eingebürgerte Spieler verstummen lassen.

15:09 Uhr - Patrick Ittrich kannte keine Gnade mit Ilgis Tantashev. Der Schiedsrichter aus Usbekistan habe "die schlechteste Leistung bei dieser WM" gezeigt, seine Spielleitung sei nach einem "kompletten Akzeptanz- und Kontrollverlust" voll "in die Hose gegangen". Doch die Schelte des früheren Bundesliga-Schiris nach dem Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay (1:0) ist kein Einzelfall mehr, seit Beginn der K.o.-Runde hagelt es Kritik an den Referees.
14:46 Uhr - Ausgerechnet im legendären Aztekenstadion, das in Englands WM-Historie ohnehin eine geschichtsträchtige Rolle spielt, wartet nun eine einschüchternde Kulisse. Die Mittelamerikaner wollen ihre unglaubliche Serie fortsetzen und brennen darauf, ihren Heimvorteil erneut auszuspielen.
14:23 Uhr - Es ist das letzte Mal in diesem Turnier, dass "El Tri" vor heimischem Publikum aufläuft. Die massive Unterstützung der Fans könnte im Kampf um das Weiterkommen den entscheidenden Unterschied machen. Denn Fußball ist in Mexiko weit mehr als nur eine Leidenschaft – er ist eine Religion. Wenn das Land dann auch noch eine Weltmeisterschaft ausrichtet, pulsiert die gesamte Nation im Takt der Spiele.
14:00 Uhr - Javier Aguirre misst dem vermeintlichen Höhenvorteil Mexikos im Achtelfinale gegen England im Aztekenstadion (Montag, 02.00 Uhr MESZ/MagentaTV) keine Bedeutung bei. "Darüber denke ich ehrlich gesagt nicht nach. Es sind elf gegen elf Spieler. Der Schiedsrichter sorgt dafür, dass alles fair abläuft", sagte der mexikanische Nationaltrainer am Samstag. Mehr Infos

13:25 Uhr - Bei den Mexikanern sorgt eine skurrile Luxus-Ablenkung für Wirbel: Der US-YouTuber "Stevewilldoit" hatte jedem mexikanischen Spieler und Betreuer eine Rolex geschenkt (Gesamtwert: ca. 1 Million Dollar), nachdem er zuvor erfolgreich 2 Millionen Dollar auf einen Mexiko-Sieg gegen Ecuador gewettet hatte. Da der FIFA-Ethikkodex aber nur Geschenke von "symbolischem Wert" erlaubt, muss das Team die Präsente nun wieder abgeben, wie der mexikanische Verband bereits offiziell bestätigte.
12:12 Uhr - In der K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft schlägt die Stunde der Superstars. Wer Großes erreichen will, muss jetzt vorangehen – und einige der bekanntesten Namen des Weltfußballs haben genau das getan, um ihre Nationen ins Achtelfinale zu schießen. Basierend auf dem neuen Spieler-Bewertungssystem von Flashscore haben wir die Top-Elf des Sechzehntelfinals zusammengestellt. Das sind die elf besten Profis aller 32 teilnehmenden Nationen, gemessen an ihren Match-Noten.

11:41 Uhr - Die "Hand Gottes" und Diego Maradonas "Jahrhunderttor" begruben im WM-Viertelfinale 1986 die Titelträume Englands, 40 Jahre später kehren die Three Lions unter der Leitung des deutschen Teammanagers Thomas Tuchel erstmals ins legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt zurück - und hegen längst keinen Groll mehr.
"Für England war das damals natürlich eine bittere Erfahrung, sie schmerzt bis heute. Aber wir sind nicht hier, um Rache zu nehmen. Das ergibt keinen Sinn", sagte Tuchel vor dem vor dem WM-Achtelfinale im "Azteca" gegen Co-Gastgeber Mexiko (Montag, 02.00 Uhr MESZ/MagentaTV): "Es ist zwar dasselbe Stadion, aber nicht derselbe Gegner. Selbst wenn es derselbe Gegner wäre, würde das nichts ändern."
Man trete an, "um unsere eigene Geschichte zu schreiben. Die Mannschaft ist bereit, die Stimmung ist gut. Wir freuen uns." Zugleich sprach Tuchel von einem "ikonischen Ort" und einem "ikonischen Stadion". Es sei "eine besondere Bühne", so der 52-Jährige.
Maradona hatte am 22. Juni 1986 Fußballgeschichte geschrieben. In der 51. Minute boxte er im Viertelfinale gegen England den Ball mit der Faust über Peter Shilton hinweg ins Tor zum 1:0 – ein Tor, das nach Maradonas schelmischer Aussage von der "Hand Gottes" erzielt wurde. Nur vier Minuten später folgte das "Tor des Jahrhunderts", ein Sololauf des Dribbelkünstlers, bei dem er sechs Engländer aussteigen ließ. Argentinien gewann seinen zweiten WM-Titel anschließend durch ein 3:2 im Finale gegen Deutschland.
10:00 Uhr - Bei der Ankunft am Teamhotel in Mexiko-Stadt wurden Thomas Tuchel und die englische Fußball-Nationalmannschaft mit Buhrufen und "Mexiko!"-Sprechchören empfangen, an weitere nächtliche Störfeuer der Heimfans vor dem WM-Achtelfinale im Aztekenstadion (Montag, 02.00 Uhr MESZ/MagentaTV) glaubte der deutsche Teammanager allerdings nicht.
"Ich gehe davon aus, dass wir gut schlafen werden. Die FIFA hat sich um die Situation gekümmert, und rund um das Hotel gibt es entsprechende Sicherheitsmaßnahmen", sagte Tuchel am Samstagabend: "Da wir erst um 18 Uhr spielen, hätten wir am späten Vormittag auch noch Zeit, um etwas Schlaf nachzuholen, falls nötig. Ich möchte aber nicht über Probleme sprechen, die gar nicht existieren."
Generell habe er die Stimmung beim Co-Gastgeber als "sehr respektvoll" empfunden: "Die Menschen waren emotional, aber gleichzeitig unserer Mannschaft gegenüber sehr freundlich." Es sei "sogar noch schöner, als ich erwartet hatte", so Tuchel: "Wir sind an einem ikonischen Ort, in einem ikonischen Stadion. Es wird ein riesiges K.o.-Spiel gegen Mexiko im Azteca – das ist eine besondere Bühne. Wir spüren das."
Bemerkbar hatte sich nach der Ankunft auch die ungewohnte Höhenlage auf über 2000 Metern gemacht. "Ich selbst hatte leichte Kopfschmerzen und habe tagsüber im Hotel nicht so gut geschlafen wie sonst", sagte Tuchel: "Aber das ist nichts, womit man nicht umgehen könnte. Ich denke, die Spieler haben die Höhe vor allem in den ersten Minuten des Trainings gespürt. Je länger die Einheit dauerte, desto besser kamen sie damit zurecht. Es ist einfach, wie es ist."
Routinier Jordan Henderson meinte scherzhaft: "Das Viagra hat geholfen." Ein mexikanischer Journalist hatte Tuchel zuvor gefragt, ob es stimme, dass England Viagra einsetze, um die Auswirkungen der Höhenlage in Mexiko-Stadt zu mildern. Tuchel verneinte dies.
Auch beim Warmmachen am Spieltag werde man allerdings noch einmal merken, dass sich der Ball anders verhalte und man schneller außer Atem gerate, so Tuchel. "Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Mexiko seine Heimspiele meist sehr aggressiv und mit hohem Tempo beginnt. Die ersten 15 bis 20 Minuten werden vermutlich die schwierigsten für uns", sagte Tuchel: "Wenn wir diese Phase überstehen, sind wir in einer guten Ausgangsposition."
8:42 Uhr - Als Matías Galarza die WM-Bühne verließ, flossen sogar Tränen. Dabei hatte der Paraguayer im Achtelfinale gegen Frankreich (0:1) zuvor keineswegs einen sanften Eindruck hinterlassen - als auffälligster Provokateur sorgte er mit mehreren Unsportlichkeiten für Aufsehen. "Jeder hat das Spiel gespielt, das er spielen wollte", sagte der 24-Jährige lapidar über die ruppige Spielweise der Südamerikaner.
Galarza, der in Argentinien bei River Plate unter Vertrag steht, war vom überforderten Schiedsrichter Ilgis Tantashev (Usbekistan) sowie den Video-Assistenten mehrmals verschont worden. Erst schlug er im Lauf gegen den Arm von Kylian Mbappé, auch gegen Jules Koundé holte Galarza kurz vor dem Ende zum Schlag aus, traf ihn aber nicht richtig. Dazu fiel er in einer Konfrontation mit Michael Olise theatralisch zu Boden und versuchte, vor Mbappés Elfmeter den Punkt zu ramponieren.
"Immer der Sportkamerad Galarza, der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen", kritisierte der ehemalige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich bei MagentaTV. Die Aktion gegen Mbappé sei ein "astreiner Schlag" gewesen: "Er hat nichts anderes vor, als den Spieler zu schlagen." Dem Schiedsrichter warf Ittrich Kontrollverlust vor.
Torhüter Orlando Gill, der im Elfmeterschießen des Sechzehntelfinals gegen das DFB-Team zum Helden aufgestiegen war, wies den Vorwurf einiger französischer Spieler zurück, Paraguay habe zu hart gespielt. "Das ist Fußball. Wenn sie das nicht gewohnt sind – was sollen wir da machen?", betonte er: "So ist Paraguay eben – eine harte Mannschaft."
Anders als gegen Deutschland reichte es diesmal nicht zum Sieg. "Es ist schwierig zu vermitteln, was wir fühlen. Wir gehen mit einem bitteren Gefühl", sagte Galarza. Ein kleiner Trost für die Gegenspieler? Galarza schied mit Tränen in den Augen aus - und einem unrühmlichen Negativwert. Bei dieser WM wurde er 16-mal ausgespielt, so oft wie kein anderer Spieler.
Rückblick auf Samstag
Keine erneute Zaubershow, doch der Titeltraum lebt: Das französische Milliardenensemble hat seinen Charaktertest im Glutofen von Philadelphia mit viel Mühe bestanden. Die Équipe Tricolore bezwang den erneut aufmüpfigen Deutschland-Schreck Paraguay mit 1:0 (0:0) und wirkte dabei erstmals bei dieser Fußball-WM verwundbar. Ein Foulelfmeter nach Videobeweis von Kylian Mbappé (70.) rettete Les Bleus, nachdem deren furchteinflößende Staroffensive zuvor lange wirkungslos geblieben war.

Im Viertelfinale wird die "Équipe tricolore" auf Geheimfavorit Marokko treffen. Die "Atlaslöwen" hatten zuvor die heldenhafte WM-Reise Kanadas beendet und damit den ersten Gastgeber aus dem Turnier geworfen. Im hitzigen und über weite Strecken sportlich zähen Achtelfinale von Houston musste der Afrika-Cup-Sieger eine frühe Verletzung des neuen Bayern-Stars Ismael Saibari verkraften, schoss am Ende aber dank der Treffer von Azzedine Ounahi (50./82.) und Soufiane Rahimi (90.+8) doch noch ein klares 3:0 (0:0) heraus. Zum Spielbericht
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