Trump bedankte sich persönlich bei der FIFA "dafür, dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat!", schrieb er bei seinem Netzwerk Truth Social. Zum Platzverweis hatte sich zuvor schon US-Außenminister Marco Rubio geäußert. "Sie sind beschissen behandelt worden", sagte er im Presseraum des Weißen Hauses in Washington.
Zum Match-Center: USA vs. Belgien
Balogun war gegen Bosnien und Herzegowina vom Platz gestellt worden (64.), nachdem er Tarik Muharemovic unbeabsichtigt und unglücklich auf das Sprunggelenk gestiegen war. Danach erhielt er eine Sperre von einem Spiel. Gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs der FIFA kann eine Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden.
Von einer derartigen Bewährung profitierte nicht zuletzt Cristiano Ronaldo. Er war im November bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland nach einem Ellbogenschlag gegen Dara O'Shea vom Platz gestellt worden. Ronaldo wurde von der FIFA zunächst für drei Spiele gesperrt, verpasste aber nur das anschließende Qualifikations-Duell gegen Armenien. Die weiteren Spiele wurden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.
Belgien "erstaunt"
Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre vorgehen. Die RBFA prüfe "derzeit alle möglichen Optionen", hieß es in einer Stellungnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.
Die RBFA reagierte "erstaunt" auf die Entscheidung und stützte sich auf den Artikel 66.4, der besagt, dass eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Der belgische Verband verwies zudem auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in der auf diese Regel hingewiesen worden sei.
"Ich wusste nicht, dass der 5. Juli der 1. April ist", sagte Belgiens Nationalcoach Rudi Garcia, betonte aber: "Als Trainer werde ich mich auf mein Team fokussieren." Dass Balogun nun doch spielen dürfe, verändere für ihn "nichts". Fragen zum brisanten Bericht über Trump wurden vom Pressesprecher abgeräumt. Torhüter Thibaut Courtois verwies darauf, dass die Spieler sich allein auf das Spiel konzentrieren würden.
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