"Ich wollte eigentlich nicht so isoliert sein", sagte Pogacar, "ich habe einfach nur gehofft, das bis zum Ende durchzustehen. Es war hart, aber ein wunderschöner Tag." Entschieden sieht er die 81. Vuelta nicht: "Wir müssen schon noch weiter kämpfen."
2890 Höhenmeter waren auf 104,8 km zu überwinden, vier gewertete Anstiege zu fahren, davon drei der ersten Kategorie. Nach dem Start setzte sich eine große, stark besetzte Fluchtgruppe ab (u.a. Wout van Aert, Georg Steinhauser), sie wurde aber schnell wieder gestellt. 50 km vor dem Ziel zog Pogacar dann am Berg davon und war nicht mehr einzuholen, er will mit dem Vuelta-Sieg unbedingt seine Rundfahrt-Sammlung komplettieren.
Am Montag war die 3. Etappe in den französischen Pyrenäen aufgrund des schlechten Wetters abgebrochen worden. Auf das Peloton waren taubeneiergroße Hagelkörner niedergeprasselt, durchnässte und durchfrorene Profis retteten sich in Cafés am Streckenrand. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war die Straße auf 1600 m Höhe weiß von Hagelkörnern. Am Dienstag hingegen schien die Sonne.
Am Mittwoch führt die 81. Vuelta erstmals seit dem Start in Monaco durch Spanien. Die vor allem im Schlussdrittel wellige 5. Etappe startet in Falset im Süden Kataloniens und endet nach 173,3 km in Roquetes. Rund 25 km vor dem Ziel wartet mit dem Alto de Paüls (3. Kategorie) der einzige gewertete Anstieg des Tages.
