Der erhoffte Pflichtsieg entwickelte sich für Österreichs Volleyball-Damen zu einer echten Geduldsprobe. Zum Auftakt des dritten European-League-Turniers in Tirana setzte sich die Mannschaft von Teamchef Roland Schwab gegen das bislang punktlose Albanien mit 3:1 (25:23, 23:25, 28:26, 25:15) durch.
Vor allem in den ersten drei Sätzen fand die ÖVV-Auswahl nur schwer zu ihrem Spiel. Mehrmals liefen die Österreicherinnen Rückständen hinterher und mussten um jeden Punkt kämpfen. Die Gastgeberinnen nutzten ihre Chancen konsequent und sicherten sich im zweiten Satz sogar ihren ersten Satzgewinn der laufenden European-League-Saison.
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Einmal mehr war Kora Schaberl die überragende Akteurin auf dem Feld. Die Frankreich-Legionärin sammelte starke 31 Punkte und führte ihr Team durch die kritischen Phasen der Begegnung.
Satzbälle abgewehrt, Spiel gedreht
Besonders dramatisch verlief der dritte Durchgang. Österreich stand mehrfach unter Druck, wehrte jedoch entscheidende Satzbälle ab und sicherte sich den Satz schließlich mit 28:26. Dieser Erfolg erwies sich als Wendepunkt der Partie.
Teamchef Roland Schwab reagierte während des Spiels mit personellen Anpassungen und brachte Julia Trunner ans Netz. Die Maßnahme zeigte Wirkung. „Knackpunkt waren die abgewehrten Satzbälle. Ab Satz vier haben wir besser serviert und uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen“, analysierte Schwab nach der Partie.
Im vierten Satz präsentierte sich Österreich deutlich stabiler, erhöhte den Druck im Service und dominierte die Schlussphase klar. Mit 25:15 fiel der letzte Durchgang schließlich deutlich aus.
Härtetest gegen Schweden wartet
Mittelblockerin Nina Nesimović lobte vor allem die Moral ihrer Mannschaft: „Teilweise waren wir wenig aggressiv. Aber gut ist, wenn man Spielerinnen hat, die frischen Wind reinbringen können. Der verlorene Satz hat uns natürlich geärgert, aber dann haben wir uns zurückgekämpft.“
Mit nun zehn Punkten aus fünf Spielen liegt Österreich in der Tabelle der CEV European League weiterhin im oberen Mittelfeld und wahrt seine Chancen auf eine starke Endplatzierung.
Bereits am Samstag wartet allerdings die nächste Herausforderung. Gegen Schweden trifft die ÖVV-Auswahl auf einen der stärksten Gegner des Bewerbs. Die Skandinavierinnen gehören zu den Topteams Europas und haben in der laufenden European-League-Saison bislang noch keinen einzigen Satz abgegeben.
