Der 3:1-Sieg gegen Jordanien hat Österreich eine hervorragende Ausgangsposition in der WM-Gruppe J verschafft. Dennoch überwogen nach dem Schlusspfiff zunächst die Sorgen um Stefan Posch.
Der Verteidiger verletzte sich in der Schlussphase bei einem Zweikampf im Gesichtsbereich und musste anschließend behandelt werden. Teamchef Ralf Rangnick äußerte sich unmittelbar nach der Partie besorgt.
„Der Kiefer hat wohl ein bisschen geknackst“, erklärte Rangnick und machte keinen Hehl daraus, dass ein längerer Ausfall drohen könnte. „Wir müssen hoffen, dass es kein Kieferbruch ist. Weil wenn es das wäre, würde er tatsächlich für den Rest des Turniers ausfallen.“
Untersuchung soll Klarheit bringen
Eine genaue Diagnose stand zunächst noch aus. Teamarzt Michael Fiedler erklärte, dass Posch Schmerzen im linken Unterkiefer verspüre. Im weiteren Verlauf des Tages sollte eine CT-Untersuchung durchgeführt werden. Erst danach werde feststehen, ob tatsächlich ein Bruch vorliegt oder ob die Verletzung weniger schwerwiegend ist.
Für Österreich wäre ein Ausfall Poschs ein herber Rückschlag. Der 29-Jährige zählt zu den wichtigsten Defensivspielern im Team von Rangnick und war auch gegen Jordanien ein wichtiger Bestandteil der Abwehr.
Entwarnung bei Alaba
Leichte Sorgen gab es nach dem Auftaktspiel auch um Kapitän David Alaba. Rangnick hatte auf der Pressekonferenz angedeutet, dass beim Teamkapitän nicht alles optimal verlaufen sei. Alaba selbst konnte die Situation jedoch rasch entschärfen.
Der Muskel habe während der Partie zwar etwas zugemacht, ernsthafte Probleme gebe es jedoch nicht. Der 33-Jährige geht davon aus, für die kommenden Aufgaben einsatzbereit zu sein.
ÖFB sagt Medientermine ab
Ungewöhnlich verlief der Tag nach dem erfolgreichen WM-Start auch organisatorisch. Der Österreichische Fußball-Bund verzichtete auf sämtliche geplanten Medienaktivitäten.
Die für Mittwochabend in Santa Barbara angesetzte Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt. Spieler und Betreuer standen damit einen Tag nach dem Auftaktsieg nicht für Interviews oder öffentliche Auftritte zur Verfügung.
Der Fokus liegt nun vollständig auf der Regeneration und auf den medizinischen Untersuchungen. Besonders die Ergebnisse bei Posch werden mit Spannung erwartet, bevor Österreich den Blick auf das zweite Gruppenspiel gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien richten kann.
