Als "Anführer in Frankreichs Abwehr" bezeichnet ihn die Zeitung Le Monde, Upamecano "führt die Zweikämpfe, gewinnt sie und ist enorm wichtig für unser Aufbauspiel", lobte Nationaltrainer Didier Deschamps. Der 27-Jährige hat sich im Laufe des Turniers immer mehr zum Fixpunkt der französischen Defensive entwickelt.
Zum Match-Center: Frankreich vs. Marokko
Beim WM-Viertelfinale gegen die starken Marokkaner am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) in Foxborough könnte die Abwehr des Vize-Weltmeisters erstmals richtig geprüft werden. Norwegen hatte im dritten Gruppenspiel Superstar Erling Haaland geschont, Schweden und Paraguay in den ersten K.o.-Duellen waren zu harmlos. Marokko dagegen strotzt vor Selbstvertrauen, fürchtet aber um seinen angeschlagenen Torjäger Ismael Saibari - das Duell zwischen Upamecano und dem künftigen Bayern-Angreifer könnte also ausfallen.
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Lob auch von Mbappé
"Er durchlebt eine der besten Phasen seiner Karriere. Dayot ist derzeit einer der allerbesten Verteidiger der Welt", sagte Mbappé jüngst der L'Equipe: "Ich mag diese Mischung aus Schüchternheit und Selbstvertrauen sehr. Auf den ersten Blick wirkt er zurückhaltend, aber in Wirklichkeit ist er sehr selbstsicher."

Unabhängig vom Gegner möchte Deschamps an der offensiven und attraktiven Spielweise festhalten. "Ich werde nicht vom obersten Ziel abrücken, dem Gegner Probleme zu bereiten und entscheidend zu sein", sagte er: "Aber wenn wir den Ball nicht haben, müssen wir defensiv stabil sein."
Deschamps fordert Disziplin
Dies war den Franzosen bislang zwar weitgehend, aber eben nicht immer gelungen. Gegen Senegal im ersten WM-Spiel und auch gegen Norwegens B-Elf kassierten sie jeweils ein Tor, was wegen der Offensivpower nicht schwer wog. In einem K.o.-Spiel könnte dies anders sein.
Gegen Paraguay hatte Aurélien Tchouaméni gefehlt, der Star von Real Madrid bildet sonst mit Adrien Rabiot das defensive Mittelfeld und sorgt vor der Abwehrkette für Stabilität. Dahinter verteidigen Upamecano und William Saliba vom FC Arsenal resolut, aber auch von seinen Offensivkünstlern fordert Trainer Deschamps harte Arbeit.
"Disziplin, Geduld und Geschlossenheit" seien wichtig - und natürlich "das Kollektiv, das über allem steht", betonte der 57-Jährige, der nach der WM aufhört.
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