Mit einer jungen Mannschaft überraschte SCR Altach im Herbst und schloss die Hinrunde auf Platz drei ab – ehe der Einzug ins obere Playoff am Ende knapp misslang. Zum Start der Sommervorbereitung übernimmt nun Leandro Simonelli als neuer Cheftrainer das Team, während sich auch im Kader einiges bewegt hat: Mittelfeldtalent Maja Keckeis zieht es zum First Vienna FC, im Gegenzug kehrt Sarah Schneider nach einem Leihjahr zurück nach Altach. Für die neue sportliche Leiterin Lisa Metzler, die selbst über 90 Bundesliga-Spiele für den Verein bestritt, ist es die erste Saison in ihrer neuen Rolle. Im Gespräch mit Flashscore ordnet sie die vergangene Saison ein, spricht über den Trainerwechsel, die Kaderbewegungen und ihre Ziele für die kommende Spielzeit.
Sie sind erst seit Ende Mai als sportliche Leiterin bei SCR Altach: Wie fällt Ihr Rückblick auf die vergangene Saison aus?
Unser Start in die vergangene Saison ist uns sehr gut gelungen. Kaum jemand hätte erwartet, dass wir mit dieser jungen Mannschaft die Herbstsaison auf dem dritten Tabellenplatz abschließen würden. Umso größer war die Enttäuschung, als wir den Einzug ins obere Playoff am Ende knapp verpasst haben und die Saison nicht wie gewünscht abschließen konnten.
Gab es sportliche Highlights oder auch Enttäuschungen, die besonders in Erinnerung geblieben sind?
Als Highlight fällt mir direkt das Unentschieden gegen St. Pölten ein. Die Enttäuschung war das nicht erreichen des oberen Playoffs.
Mit Leandro Simonelli übernimmt zum Start der Sommervorbereitung ein neuer Cheftrainer das Team. Was erwarten Sie sich von dieser Veränderung?
Ich erwarte mir, dass unser neuer Cheftrainer frische Impulse in die Mannschaft bringt und die positive Entwicklung des Teams weiter vorantreibt. Uns war wichtig, einen Trainer zu finden, der unsere Philosophie mitträgt, junge Spielerinnen weiterentwickelt und gleichzeitig eine klare Spielidee vermittelt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir gemeinsam die nächsten Schritte gehen können.
Mit Maja Keckeis verlässt eine junge Spielerin den Verein Richtung First Vienna FC. Wie schwer wiegt dieser Abgang?
Der Abgang von Maja ist natürlich schade für uns, weil sie eine junge Spielerin mit viel Potenzial ist. Gleichzeitig war es ihr eigener Wunsch, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen. Diesen Wunsch respektieren wir selbstverständlich und wünschen ihr alles Gute.
Mit Sarah Schneider kehrt dafür eine Spielerin der ersten Stunde nach einem Leihjahr zurück. Was bringt sie dem Team?
Wir freuen uns sehr, dass Sarah wieder zurück ist. Sie ist sowohl auf als auch neben dem Platz eine wichtige Spielerin für unser Team. Mit ihrer Qualität, ihrer Erfahrung und ihrer Persönlichkeit bringt sie viel Stabilität in die Mannschaft und ist für viele Mitspielerinnen eine wichtige Bezugsperson. Deshalb sind wir sehr froh, sie wieder bei uns zu haben.
Was sind Ihre Ziele für die kommende Saison – auch mit Blick auf Ihre neue Rolle als sportliche Leiterin?
Unser Fokus liegt darauf, die Mannschaft als Einheit weiterzuentwickeln und das Potenzial, das in ihr steckt, bestmöglich auszuschöpfen. Wir wollen uns Woche für Woche verbessern und eine konstante Entwicklung zeigen. In meiner neuen Rolle als sportliche Leiterin werde ich außerdem genau beobachten, in welchen Bereichen es noch Bedarf gibt und wo wir die Rahmenbedingungen für das Team weiter verbessern können. Es geht darum, die Mannschaft bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam eine erfolgreiche Saison zu gestalten.
Worauf freuen Sie sich am meisten in dieser Saison?
Ich freue mich besonders darauf zu sehen, wie sich unsere Mannschaft weiterentwickelt, auf welchem Niveau wir uns im Saisonverlauf einordnen können und welches Potenzial in uns steckt. Gleichzeitig bin ich gespannt, ob es uns gelingt, den ein oder anderen Favoriten ganz vorne auch einmal zu ärgern. Genau solche Herausforderungen machen eine Saison spannend.
