Österreichs U21-Nationalteam hat zum Abschluss der Qualifikation für die UEFA U21 EURO 2027 noch einmal eindrucksvoll aufgezeigt. Die Auswahl von Teamchef Peter Perchtold gewann in Caernarfon mit 7:1 gegen Wales und ließ dabei vor allem nach der Pause ihre Offensivqualitäten aufblitzen.
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Zum Sprung auf Rang zwei reichte der Kantersieg allerdings nicht mehr. Dänemark und Belgien trennten sich im Parallelspiel 0:0. Damit beendete Österreich die Gruppe auf dem dritten Platz.
„Wir haben das gemacht, was wir beeinflussen konnten und das war dieser klare Sieg“, sagte Perchtold. Trotz des verpassten zweiten Ranges zog der Teamchef ein positives Fazit: „Wir sind vielleicht auf dem dritten Platz gelandet, aber aktuell sind wir das beste Team dieser Gruppe.“
Weinhandl eröffnet den Torreigen
Österreich erwischte einen perfekten Start. Bereits in der vierten Minute schob Luca Weinhandl den Ball nach einem Angriff über die rechte Seite überlegt ins lange Eck. Für den erst 17-Jährigen war es im zweiten U21-Einsatz der erste Treffer.
Die ÖFB-Auswahl blieb gefährlich und suchte immer wieder den Weg in die Tiefe. In der 21. Minute spielte Nicolas Bajlicz einen gefühlvollen Ball auf Jacob Peter Hödl, der zum 2:0 vollendete und ebenfalls erstmals für die U21 traf.

Wales meldete sich durch Calum Agius zurück, der nach einem abgewehrten Distanzschuss zum 1:2 abstaubte (30.). Die Österreicher ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Kurz vor der Pause umkurvte David Puczka den walisischen Torhüter und stellte auf 3:1 (42.).
Perchtold war mit dem ersten Durchgang dennoch nicht restlos zufrieden. „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht komplett zufrieden, aber nach der Pause war es ein Auftritt, wie wir ihn uns vorstellen“, erklärte der Teamchef.
Österreich überrollt Wales nach der Pause
Im zweiten Durchgang wurde es deutlich. Nach einem Eckball von Puczka herrschte Chaos im walisischen Strafraum, Oluwaseun Adewumi reagierte am schnellsten und drückte den Ball zum 4:1 über die Linie (56.).
Österreich blieb auch mit komfortablem Vorsprung offensiv. Der eingewechselte Nikolaus Wurmbrand benötigte nur wenige Minuten, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Sein abgefälschter Abschluss bedeutete in der 71. Minute das 5:1.
In der Schlussphase legten die ÖFB-Talente noch zweimal nach. Nachdem Oghenetejiri Adejenughure im Strafraum zu Fall gebracht worden war, verwandelte Erik Kojzek den fälligen Elfmeter sicher (84.). Zwei Minuten später setzte Kapitän Jannik Schuster nach einem Eckball mit dem 7:1 den Schlusspunkt.
„Auswärts in der Quali 7:1 zu gewinnen, passiert nicht einfach so. Wir haben heute wirklich eine richtig starke Leistung abgeliefert“, sagte Hödl. „Wir haben bis zum Schluss an das Wunder geglaubt, aber leider hat es nicht sein sollen.“
Stolz trotz verpasster EM
Die Enttäuschung über den Ausgang des Parallelspiels war der Mannschaft nach Abpfiff anzumerken. Österreich hatte mit dem Remis gegen Dänemark und der Gala in Wales einen starken Oktober-Lehrgang absolviert, konnte die Hypothek aus dem bisherigen Verlauf der Qualifikation aber nicht mehr wettmachen.
Perchtold hob insbesondere die verbesserte Effizienz hervor. „Wir wollten in der Chancenverwertung effektiver werden, das haben wir heute wirklich gut gemacht. Man hat gemerkt, dass die Jungs noch daran geglaubt haben, dass wir Platz zwei schaffen können.“

Auch Kapitän Schuster blickte trotz des verpassten Ziels positiv nach vorne. „Ich denke, wir können nach diesen beiden Spielen stolz auf uns sein“, sagte der 20-Jährige und richtete den Blick bereits auf die kommenden Jahrgänge: „Da kommt noch einiges an richtig guten Spielern nach. Ich denke, man kann sich auf die Zukunft wirklich freuen.“
