Das Ergebnis wollte nicht ganz zur Leistung passen. Österreichs U21 musste sich im vorletzten Spiel der Qualifikation zur UEFA U21 EURO 2027 gegen Dänemark mit einem 1:1 zufriedengeben. Vor allem die Art und Weise des Auftritts sorgte bei Teamchef Peter Perchtold dennoch für große Zufriedenheit.
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„Bei mir überwiegt auf jeden Fall der Stolz auf die Leistung der Jungs“, sagte Perchtold. Seine Mannschaft habe vor allem hinsichtlich Intensität und Laufleistung neue Maßstäbe gesetzt. „Der Auftritt war in vielen Bereichen eine Benchmark. Ein Blick auf die Daten zeigt, dass da einiges dabei war, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat.“
Dabei setzte der Teamchef auf eine extrem junge Mannschaft. Mit Luca Weinhandl, Valentin Zabransky und Thierry Fidjeu-Tazemeta standen gleich drei Debütanten in der Startelf.
Österreich zwingt Dänemark sein Spiel auf
Von fehlender Erfahrung war gegen die favorisierten Dänen allerdings wenig zu sehen. Österreich agierte aggressiv gegen den Ball und fand auch spielerisch immer wieder gute Lösungen. Der Gegner, der als Gruppenkopf aus Topf eins in die Qualifikation gestartet war, wurde über weite Strecken in die Defensive gedrängt.
„Wir haben den Dänen unser Spiel aufgezwungen und auch spielerisch tolle Aktionen gehabt“, bilanzierte Perchtold. Für den Teamchef war das Remis deshalb auch ein Beleg dafür, welches Potenzial in seiner Mannschaft steckt: „Wir haben gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt und welches Niveau wir erreichen können.“
Dennoch geriet Österreich kurz nach der Pause in Rückstand. Der eingewechselte Conrad Harder brachte Dänemark in der 49. Minute in Führung. Die ÖFB-Auswahl ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und erhöhte den Druck.
In der 70. Minute folgte die Belohnung. Weinhandl zog aus der Distanz ab, Erik Kojzek hielt den Fuß in die Schussbahn und lenkte den Ball zum 1:1 ins Tor. Danach wollte sich Österreich mit dem Punkt nicht zufriedengeben und drängte auf den Siegtreffer.
„Wir haben eine richtig starke Leistung abgeliefert. Darum tut es natürlich weh, dass wir das zweite Tor nicht gemacht haben“, sagte Kojzek. Trotzdem überwog auch beim Torschützen das Positive: „Wir haben heute gezeigt, was wir für ein Team sind und was wir leisten können. Darauf können wir aufbauen.“

Debütant Weinhandl schwärmt vom Auftritt
Einen besonderen Abend erlebte Weinhandl. Der erst 17-Jährige durfte bei seinem U21-Debüt gleich von Beginn an ran und war am Ausgleich entscheidend beteiligt. „Am Anfang haben wir ein paar Minuten gebraucht, aber dann sind wir immer stärker geworden. Es hat sich richtig gut angefühlt, auf dem Platz zu stehen“, sagte Weinhandl. Besonders der Zusammenhalt nach dem Rückstand beeindruckte den Youngster: „Auch nach dem Gegentor haben wir nie aufgegeben, haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben, um heute als Sieger vom Platz zu gehen.“
Zum Abschluss der EM-Qualifikation wartet nun am Dienstag in Caernarfon Wales. Nach dem starken Auftritt gegen Dänemark soll dort auch das Ergebnis stimmen. „Wir fahren nach Wales, um dort die drei Punkte einzufahren“, stellte Perchtold klar.
