Anders als beim TSV aus München, dem 2,7 Millionen Euro Etat-Summe zur Lizenz fehlten, hielten die Unterlagen von Havelse der Prüfung stand. So seien alle Zulassungskriterien im wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Bereich erfüllt worden. Das Team von Trainer Samir Ferchichi hatte die Saison ursprünglich mit 35 Punkten nach 38 Spieltagen auf Rang 17 beendet und stand damit als einer der vier Absteiger fest.
DFB-Spielordnung greift
Nach dem Chaos bei den Löwen um die nicht erfüllten Lizenzbedingungen rutschte dafür Aufsteiger Havelse über den Strich auf Rang 16, während die Löwen trotz ihrer 56 Punkte das Schlusslicht darstellen. Dass wiederum Havelse und nicht etwa Lok Leipzig als Regionalliga-Meister Nordost den Zuschlag erhält, ist in der DFB-Spielordnung geregelt.
Nur vier Teams können aus fünf Regionalligen aufsteigen. Während der SV Meppen, Fortuna Köln und die SG Sonnenhof Großaspach die direkten drei Aufsteiger sind, hatte Lok das einzige Aufstiegsduell mit den Würzburger Kickers verloren. Genauso wie Meppen, Großaspach und Fortuna erhielten die Würzburger Kickers nach dem Aufstiegsduell nun die Liga-Lizenz. Würzburg war nur Zweiter der Regionalliga Bayern, profitierte aber vom Aufstiegsverzicht des Meisters 1. FC Nürnberg II.
