"Wenn der Verein der Ansicht ist, dass die Kündigung des Kooperationsvertrags der richtige Weg für seine Zukunft ist, dann ist das seine Entscheidung", teilte der 48-Jährige der SZ mit und fügte an: "Wir unsererseits werden diesen Schritt sorgfältig und unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen und dabei alle unsere vertraglichen Rechte wahren."
Ismaik ergänzte zudem, dass ihn die Tatsache "traurig" stimme, "dass eine fünfzehnjährige Reise zu Ende gegangen ist, ohne dass es uns allen gelungen ist, das Maß an Vertrauen und Zusammenarbeit aufzubauen, das der Verein gebraucht hätte, um voranzukommen."
Der TSV 1860 München hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass der geschlossene Kooperationsvertrag mit dem Jordanier "aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt" worden sei.

Zwangsabstieg und massive finanzielle Sorgen
Die Münchner hatten am Vortag verpasst, die Lizenzbedingungen für die dritte Liga zu erfüllen. Bis zur Frist am Mittwochabend konnte der Klub keinen Nachweis über die Deckung der fehlenden Etat-Summe von 2,7 Millionen erbringen.
Als Grund gab der Verein eine nicht erfüllte Finanzierungszusage von Investor Ismaik an, als Konsequenz muss der Meister von 1966 nun zum zweiten Mal nach 2017 den Gang in die Viertklassigkeit antreten.
Ismaik war im Mai 2011 bei 1860 eingestiegen, jedoch wurde die Zusammenarbeit immer wieder von Streitigkeiten zwischen dem Ismaik-Lager und den Vertretern des Muttervereins überlagert.
Nach dem Zwangsabstieg geben die 1860-Anhänger unterdessen scharenweise ihre gekauften Drittliga-Dauerkarten zurück, die von der Insolvenz bedrohte Spielbetriebs-KGaA gerät dadurch unter weiteren finanziellen Druck.
