Gegen Tomova kämpfte sie sich nach einem schwachen Start ins Match und zeigte im Tiebreak des zweiten Satzes nach einem 0:4-Rückstand starke Nerven. Nach einer weiteren Steigerung nutzte sie nach fast drei Stunden Spielzeit ihren ersten Matchball zum Sieg. "Wenn man nicht gut spielt, muss man halt fighten. Und das habe ich gemacht und mal wieder rechtzeitig den Schalter gefunden", sagte Siegemund.
Siegemund hatte 2017 in Stuttgart triumphiert und ihren größten Erfolg im Einzel gefeiert, seit 2022 aber auf einen Sieg bei dem 500er-Turnier gewartet.
Im Achtelfinale wartet nun eine Höchstschwierigkeit auf Siegemund: Die deutsche Nummer eins trifft auf die viermalige French-Open-Siegerin Iga Swiatek aus Polen. "Ich habe nichts zu verlieren", sagte Siegemund. Nach der Absage der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka (Belarus) ist Swiatek neben Australian-Open-Siegerin Elena Rybakina (Kasachstan) die Topfavoritin auf den Titel.
Neben Siegemund schlagen mit Eva Lys, Ella Seidel, Tamara Korpatsch (alle Hamburg) und Noma Noha Akugue (Reinbek) noch vier weitere Deutsche in Stuttgart auf. Für Seidel und Akugue bietet sich dabei eine schnelle Chance auf einen Stimmungsaufheller: Beide waren am Samstag in Portugal mit dem Billie-Jean-King-Cup-Team von Bundestrainer Torben Beltz in die Drittklassigkeit abgestiegen.
