Nishikori schrieb 2014 Geschichte, als er bei den US Open als erster Japaner ein Grand-Slam-Finale erreichte, dort jedoch Marin Cilic unterlag. Als erster Profi seines Landes stieß er bis in die Top 10 der Weltrangliste vor (Bestwert Platz 4) und sicherte sich insgesamt 12 ATP-Titel. Ein weiterer Meilenstein war der Gewinn der Bronzemedaille im Einzel bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio.
Zuletzt kämpfte Nishikori jedoch vergeblich gegen seinen eigenen Körper an; erst im vergangenen Monat gestand er, physisch "kaum noch mithalten" zu können. Via Social Media teilte er nun schweren Herzens mit, dass nach der Saison 2026 endgültig Schluss sein wird.
2014 als Highlight-Jahr für Nishikori
"Um ehrlich zu sein, würde ich meine Karriere gerne noch fortsetzen", gab er offen zu. "Doch wenn ich zurückblicke, kann ich mit Stolz sagen, dass ich immer alles gegeben habe."
Der Werdegang des Ausnahmetalents begann im Westen Japans, bevor er mit 14 Jahren in die USA an die IMG Academy in Florida wechselte. Nur ein Jahr nach seinem Profidebüt 2007 feierte er in Delray Beach seinen ersten Turniersieg. Sein wohl stärkstes Jahr war 2014, als er vier Titel gewann und auf dem Weg ins US-Open-Finale sogar den Weltranglistenersten Novak Djokovic bezwang.
"Es erfüllt mich mit Stolz, die ATP-Tour erreicht und mich dauerhaft in der Weltspitze behauptet zu haben", schrieb er in seinem Abschiedspost. Die Atmosphäre in den ausverkauften Stadien bezeichnete er als "einzigartig und unersetzlich".
"Werde jeden Moment genießen"
Seinen letzten Titel feierte Nishikori 2019 in Brisbane. Nach einer langen Leidenszeit wird er aktuell auf Rang 464 geführt und tritt vorwiegend auf der zweitklassigen Challenger Tour an. Rückblickend gab er zu, dass Phasen der Frustration und Unsicherheit durch die ständigen Verletzungen oft überwältigend waren. Dennoch habe ihn die Liebe zum Sport immer wieder zurückgetrieben.
Sein Versprechen für die letzten Monate: "Ich werde jeden Moment der verbleibenden Matches genießen und bis zum Schluss kämpfen."
