Das Projekt zweiter WM-Titel nach 2019 beginnt für Judd Trump mit einem Stotterstart. In der ersten Session wird er von seinem Kontrahenten Gary Wilson lange an die Wand gespielt, mit Kampfgeist und mehreren Flukes dreht er einen 1:4-Rückstand allerdings in eine 5:4-Führung.
Wilson startete höchst konzentriert und nutzte im ersten Frame seine erste Chance nach einem Fehler von Trump zu einem 77er Break. Im zweiten Durchgang kam Trump dann gut in die Bälle, verschoss nach 47 Punkten aber eine schwierige Blaue. Trotz schwierigem Bild und mehreren Anläufen verdiente sich Wilson aber mit starken Einsteigern und sicherem Breakbuilding letztlich doch den Frame.
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Judd Trump kämpft sich ins Match
Trump spielte auch im dritten Frame das erste Break, nachdem Wilson bei einem Safety-Versuch ein Foul unterlief. Der Weltranglistenerste konstruierte daraufhin zwar ein 60er Break, doch der Frame war damit noch nicht in trockenen Tüchern. Nach einem taktischen Duell bekam Wilson tatsächlich die Chance, auch den dritten Durchgang zu klauen, verstellte sich aber nach 22 Punkten. So brachte Trump seinen ersten Frame über die Ziellinie. Mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen, gelang Trump aber nicht. Sowohl Wilson als auch der 36-Jährige Top-Star vergaben mehrere Chancen, ehe Wilson einen groben Schnitzer bei einer versuchten Kombination von Trump nutzte und auf 3:1 stellte.
Wilson blieb auch nach dem Midsession Intervall der bessere Spieler - und untermauerte seine starke Partie mit einer 139er Total Clearence. Hohe Breaks waren bei Trump mangelware, er verkürzte zwar auf 2:4, brauchte aber wieder mehrere Anläufe und kämpfte sich mehr zu den Frame-Gewinnen, als spielerisch zu überzeugen. Im siebten Frame hatte dann wieder Wilson die Oberhand, der einen erneuten Patzer von Trump nutzte und so weit davonzog, dass der Weltranglistenerste Snooker benötigte. Doch Trump zeigte Kampfgeist, forcierte das Foul nach einem engen Snooker und räumte den Tisch anschließend mit starken Bällen komplett ab, um statt 2:5 auf 3:4 zu stellen.
Die finalen Frames der Session dominierte Trump zwar, hatte aber auch mächtig Dusel. In beiden Durchgängen kam er nur durch kuriose Flukes ins Break - die er dann aber überzeugend zu Ende spielte. Ein 128er Century Break brachte ihm den Ausgleich, mit einer 77 ging er schließlich mit Session-Ende erstmals in Führung. Die Entscheidung zwischen den beiden Engländern fällt heute Abend.
Chris Wakelin führt gegen Debütant Liam Pullen
Am anderen Tisch führt Chris Wakelin mit 5:4 gegen Debütant Liam Pullen. Pullen gewann den ersten Frame dank eines 57er Breaks und hätte auch mit 2:0 in Führung gehen können, denn nach einem 63er Break hätte Wakelin nur mithilfe von Foulpunkten aufholen können. Genau diese forcierte die Nummer 13 der Welt dann aber erfolgreich und klaute den Frame so vor Pullens Nase.
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Das zeigte Wirkung. Wakelin holte auch die nächsten beiden Frames und ging mit einem 3:1 in die Pause - ohne dabei mit großen Breaks zu glänzen.
Pullen holte sich aber Frame fünf auf die Farben und verkürzte nach dem Midsession Intervall auf 2:3. Die letzten vier Frames der Session wurden anschließend geteilt: Wakelin erzielte Breaks in Höhe von 66 und 82, während sein Gegner 97 und 58 Punkte am Stück erzielte. Entschieden wird das Match morgen.
