Wunderkind Moody spielt Kyren Wilson her, Ding macht Achtelfinale perfekt

Stan Moody am Tisch.
Stan Moody am Tisch.Every Second Media, Every Second Media / Alamy / Profimedia

Bei seinem WM-Debüt überzeugt Teenager und Wunderkind Stan Moody mit starkem Lochspiel sowie exzellentem Breakbuilding, während Kyren Wilson mit dem 3:6-Rückstand noch gut bedient ist. Parallel zieht Ding Junhui ohne Probleme gegen David Gilbert mit 10:5 ins Achtelfinale ein.

Was für ein WM-Debüt von Stan Moody! Der 19-Jährige spielt phasenweise hochklassiges Snooker, mit dem er sich gegen niemanden verstecken muss. Das bringt ihm gegen den Weltranglisten-Zweiten Kyren Wilson eine 6:3-Führung ein, die sogar höher hätte ausfallen können.

Bereits mit seinem ersten Stoß stellte Moody unter Beweis, dass er vor dem geschichtsträchtigen Crucible Theatre überhaupt keine Furcht verspürt. Er lochte ohne zu zögern eine lange Rote und stellte anschließend perfekt auf Schwarz, das ermöglichte ihm gleich ein Frame-bringendes 84er Break.

Auch den zweiten Frame schnappte sich Moody eiskalt: Wilson verschoss nach 42 Punkten eine leichte Rote auf die Mitteltasche, was Moody erst nutzte, um ranzukommen, ehe er ein Safety-Duell auf die finale Rote für sich entschied und mit einer 33er Clearence zeigte, dass er auch einen Kampfframe im Crucible gewinnen kann. Auch im dritten Frame präsentierte sich der seit Jahren als Wunderkind betitelte Teenager fehlerfrei. Ein langer "Shot-to-Nothing" brachte ihn ins Break, das er nach 91 Punkte zum 3:0 abschloss.

Zum Match-Center: Wilson vs. Moody

Kyren Wilson mit Rückstand gut bedient

Wilson, der bis dato in zwei von drei Frames sich keine Vorwürfe machen konnte, verkürzte aber vor der Pause mit kleineren Breaks auf 1:3, ehe er nach dem Midsession Intervall sogar auf einen Frame aufschließen konnte. Dann musste er aber wieder für den bestens aufgelegten Moody Platz machen, der mit einer 110 sein erstes Century Break erzielte und in der Folge mit 55 Punkten auf 5:2 stellte.

Wilson erwischte im achten Frame zwar den besseren Start, verlor nach 30 Punkten aber die Stellung und verpatzte den anschließenden Ausstieg, was Moody mit seiner ersten Chance sofort zu einem 101er Century Break nutzte.

Mit dem letzten Frame der Session verkürzte Wilson zumindest auf 3:6, doch auch diesen Frame hätte Moody gewinnen können. Dem Teenager unterlief jedoch ein ungewöhnlicher Fehler nach zwölf Punkten, als er eine Rote zu dünn erwischte. Wilson konnte daraus zu nächst nur acht Punkte rausschlagen, hatte jedoch Glück, dass sich nach einer verschossenen Roten auf die Mitteltasche keine einfache Möglichkeit für Moody ergab. Der versuchte sein Glück mit einem schwierigen langen Ball, verfehlte aber klar und öffente das Bild für Wilson. Die Nummer zwei der Welt nutzte seine zweite Chance zu 77 Punkten in Serie gewann so den Frame klar. Die Entscheidung zwischen den beiden fällt schon in der Abendsession.

Ding Junhui locker weiter - Weltmeister Zhao wartet

Auf dem anderen Tisch setzte sich Ding Junhui nach seiner 7:2-Führung aus der ersten Session ungefährdet mit 10:5 durch.

Zum Match-Center: Ding vs. Gilbert

David Gilbert holte zwar drei der ersten vier Frames des Tages, darunter gelang ihm eine 59er Clearence bei einem Rückstand von 58 Punkten, um Ding den 13. Frame vor der Nase wegzuschnappen, doch der Chinese ließ sich davon nicht beirren und antwortete mit einer 106, ehe er das Match dank eines 61er Breaks mit 10:5 für sich entschied.

Ding trifft im Achtelfinale auf den amtierenden Weltmeister Zhao Xintong - ein ganz besonderes Duell, ebnete doch Ding mit seinen frühen Erfolgen den Weg für Snooker in China, wodurch auch Zhao profitierte.