Der Erfolgslauf von Lucas Miedler und Neil Oberleitner geht weiter. Österreichs neues Topdoppel hat am Samstag beim Masters-Turnier in Shanghai den Einzug ins Finale perfekt gemacht. Die beiden ÖTV-Spieler setzten sich gegen Jakob Schnaitter und Mark Wallner aus Deutschland nach rund 75 Minuten mit 7:5, 6:3 durch.
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Für Miedler ist es der erste Finaleinzug bei einem Masters-1000-Turnier seiner Karriere. Oberleitner gelingt dieses Kunststück sogar erst bei seinem zweiten Antreten auf dieser Turnierebene. Bemerkenswert: Das österreichische Duo hat bei seinen bisherigen vier Auftritten in Shanghai noch keinen einzigen Satz abgegeben.
„Wir sind einfach happy mit unserem ersten Finale bei einem 1000er morgen. Wir hoffen, dass wir nochmal eine gute Leistung bringen“, freute sich Miedler nach dem Halbfinalerfolg.
ÖTV-Duo beweist Nervenstärke
Der Weg ins Endspiel verlief allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Miedler und Oberleitner mussten im ersten Satz früh ein Break zum 1:2 hinnehmen, fanden mit einem sofortigen Rebreak aber rasch zurück in die Partie. Beim Stand von 5:4 ließen die Österreicher zunächst drei Satzbälle ungenutzt. Zwei Games später nutzten sie ihre fünfte Möglichkeit und sicherten sich den ersten Durchgang mit 7:5.
Im zweiten Satz erwischte das ÖTV-Duo den besseren Start und zog rasch auf 3:0 davon. Trotz mehrerer vergebener Chancen auf eine noch deutlichere Führung und zweier ausgelassener Matchbälle bei 5:2 behielten Miedler und Oberleitner die Kontrolle. Beim Ausservieren mussten sie zwar noch einen Breakball abwehren, ehe Oberleitner mit einem sehenswerten Vorhand-Winner den vierten Matchball verwertete.
„Es war ein nervenaufreibendes Match. Wir sind nicht so gut in die Partie gestartet, wir waren wieder mit einem Break hinten. Aber daran sind wir schon gewöhnt und sind ruhig geblieben“, erklärte Oberleitner.
Miedler sah vor allem bei der Chancenverwertung noch Verbesserungspotenzial. „Eigentlich ein Wahnsinn, dass es dann noch so eng wird, weil im Endeffekt kann der Matchball auch gegen uns laufen“, analysierte der Niederösterreicher.
Finale am Sonntag gegen Cabral und Tracy
Im Endspiel wartet am Sonntag ab 8:00 Uhr MESZ das Duo Francisco Cabral (Portugal) und James Tracy (USA). Für Miedler kommt es dabei zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Doppelpartner Cabral. Schon jetzt hat sich die erfolgreiche Woche in Shanghai für die beiden Österreicher ausgezahlt. Miedler und Oberleitner haben jeweils 600 ATP-Weltranglistenpunkte und 123.935 US-Dollar Preisgeld sicher.
In der Doppelweltrangliste verbessert sich Miedler damit voraussichtlich auf Rang 22. Oberleitner schafft als Nummer 29 erstmals den Sprung unter die besten 30 der Welt.
Mit einem Finalsieg könnten die beiden ihre bisherige Ausbeute auf jeweils 1.000 Weltranglistenpunkte und 234.100 US-Dollar Preisgeld erhöhen. Miedler würde dadurch sein bisheriges Karrierehoch von Rang 19 einstellen, Oberleitner könnte bis auf Platz 23 vorstoßen.
